Brot und Brötchen, Rezepte
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Orientalisches Zupfbrot

Die Weihnachtszeit rückt näher. Und direkt danach steht Silvester vor der Tür – ein neues Jahr will eingeläutet werden. Damit hat neben der „Was-soll-ich-bloß-schenken?“- Frage auch die „Was-soll-ich-bloß-mitbringen?“-Frage wieder einmal alljährliche Konjunktur. Falls ihr auch nicht mehr den typischen (veganen) Nudel- oder Kartoffelsalat auf die desjährige Silvesterparty mitnehmen möchtet, habe ich hier einen Vorschlag für ein partytaugliches Brot für euch: Zupfbrot.

Ihr fragt euch nun: „Was hat dieses Zupfbrot Orientalisches an sich?“ Der Grund, weshalb diese Kreation nicht einfach Zupfbrot, sondern Orientalisches Zupfbrot heißt, liegt in seiner Entstehungsgeschichte: Vor einigen Tagen stand ich in der Küche und habe türkische Manti zubereitet. Manti sind kleine, meistens leider mit Hackfleisch gefüllte Teigtäschchen, die ich für unsere Zwecke allerdings veganisiert habe. Nun werden Manti traditionell mit einem Joghurt-Topping und einem zusätzlichen kleinen Topping, das aus einer Tomatenmark-Minze-Soße besteht, serviert.

Als ich nun vor einigen Tagen genau diese Soße vorbereitete und meine Gedanken zu meinem nächsten Brotexperiment schweiften, traf es mich beinahe blitzartig: Das, was hier vor mir im Topf schon so verführerisch roch, wäre doch die perfekte Füllung für ein Zupfbrot! Gedacht, getan.

Das Rezept

Orientalisches Zupfbrot6

 

Orientalisches Zupfbrot

  • Portionen: 1 Springform á 28 cm
  • Schwierigkeit: einfach
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Ihr braucht:

Für den Teig:
  • 2 Tassen Dinkelmehl Typ 1050
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 2 TL Kräutersalz
  • 3 EL Leinsamen (geschrotet)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Tasse Wasser
Für die Füllung:
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Prise Meersalz
  • 3 EL getrocknete Minze

So geht’s:

Der Teig:
  1. Ganz einfach: Gebt alle Zutaten zusammen in eine große Rührschüssel und verknetet alles zu einem homogenen Teig.
  2. Lasst den Teig stehen und widmet euch nun der Füllung.
Die Füllung:
  1. Hackt die Knoblauchzehen in kleine Stücke und bratet sie zusammen mit dem Tomatenmark im Olivenöl scharf an.
  2. Gebt das Prise und die Minze dazu und verrührt alles gut miteinander, sodass eine mittelfeste Paste entsteht.
Das Brot-Machen:
  1. Heizt euren Backofen auf 200ºC Ober-/Unterhitze vor.
  2. Rollt nun den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte zu einem Rechteck aus.
  3. Bestreicht den Teigfladen nun mit der Tomaten-Minze-Füllung und klappt ihn anschließend zusammen, sodass ihr ein überdimensioniertes Teigtäschchen vor euch habt.
  4. Nehmt nun einen Pizza-Schneider zur Hand und schneidet von der Teigmasse jeweils ca. 10 cm lange Streifen ab.
  5. Formt aus diesen Streifen kleine Herzen und legt eine gut gefettete Springform mit ihnen aus. Beginnt außen und arbeitet euch kreisförmig nach innen vor. Dabei kann die Größe der Streifen variieren – das sieht spannend aus und ist vor allem im mittleren Bereich auch nicht zu vermeiden.
  6. Wenn ihr damit fertig seid, gebt ihr eurer Zupfbrot auf die mittlere Schiene eures vorgeheizten Backofens und lasst es für die nächsten 20 Minuten backen, bis es goldbraun wird und anfängt zu duften.
  7. Herausnehmen, abkühlen lassen, genießen!

Orientalisches Zupfbrot2

Ihr könnt vielleicht schon erkennen, dass dieses Zupfbrot nicht zu denen gehört, die sehr, sehr weich sind. Von der Konsistenz her ist es vielmehr etwas kompakter, innen jedoch schön fluffig.

Und bezüglich des Geschmacks kann gesagt werden, dass die Idee mit der Tomatenmark-Minz-Soße sich als eine sehr gute erwiesen hat – Mr. Grünzeug konnte gar nicht mehr aufhören zu essen (und dabei war das Brot nicht einmal mehr warm, als er nach Hause kam). Der Geschmack erinnert ein bisschen an türkische Pizza oder Lahmacun.

Ein Tipp zum Schluss: Wenn ihr ein fleischähnliches Aroma produzieren möchtet, dann gebt ein paar gehackte Walnüsse in die Soße. Vielleicht könnt ihr so auch den passioniertesten Fleischesser auf der nächsten Party vom pflanzlichen Lebensstil überzeugen.

 Orientalisches Zupfbrot11

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit! ❤


Habt ihr auch ein absolut partytaugliches Rezept? Schreibt gerne in die Kommentarspalte, was euer Mitbring-Klassiker ist. Ich bin gespannt auf eure Inspiration!

 

5 Kommentare

  1. Hi Jenni,
    du hast so krass leckere Rezepte auf deinem Blog. Davon werde ich defintiv einiges von ausprobieren. Ich kriege immer die Frage was man denn noch als Veganer kochen kann. Und ich stehe immer vor der Frage wann ich all die geilen veganen Rezepte ausprobieren soll 😀
    Danke für deine Rezepte 😉

    Liebe Grüße
    Ju

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Ju!

      Ein herzliches Danke für dein liebes Kompliment! ❤
      (Das darf ich übrigens gerne an dich zurückgeben!)
      Es freut mich immer sehr, wenn ich mit meinen Rezepten anderen weiterhelfen kann.

      Aber ich kenne genau dasselbe Problem: Wenn man irgendwo verkündet, man lebe vegan, kommt die Frage "Was kannst du denn dann überhaupt noch essen?" wie aus der Pistole geschossen.
      Und ich? Ich stehe in der Küche mit einem mit Rezept-Ideen vollgekritzelten Notizbuch und weiß nicht, was ich zuerst ausprobieren soll. 😉

      Herzliche Grüße
      Jenni

      Liken

  2. Pingback: Vasilopita – griechisches Neujahrsgebäck | Mehr als Grünzeug!

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