Autor: Jenni

Leise, leise, beginnt die große Reise…

Auf geht es, my dear! Das ist ein sehr unkonventioneller Beitrag von mir – und er wird auch nicht allzu lange bestehen bleiben, da ich Blogbeiträge in der Regel nicht für kurze Zwischenmeldungen nutze – sondern viel lieber Romane schreibe, wie ihr mittlerweile wisst. Doch hier mache ich eine Ausnahme, damit in den nächsten Tagen keine Verwirrung aufkommt. Paukenschlag und Trommelwirbel: Mehr als Grünzeug zieht um! Nach langem Hin- und Herüberlegen habe ich mich nun endlich dazu durchgerungen, dieses kleine Projekt gewissermaßen auf die nächste Stufe zu heben. Ich möchte mehr Menschen erreichen, mich noch mehr vernetzen (übrigens: ihr seid großartig – jeder und jede von euch!) und vor allem: absolute gestalterische Freiheit in meinem digitalen Wohnzimmer haben. Und die habe ich aktuell nicht – was mich schon mehrfach sehr geärgert hat. Deshalb brechen wir auf zu neuen Ufern – und wechseln den Server. Wir hosten. Wow, das klingt professionell. Und irgendwie ist das auch ein bisschen das Ziel. Und da ich sehr ästhetisch veranlagt bin, muss auch ein neues Layout her. Also ein kompletter …

[Rezension] Harte Kost

10 Milliarden Menschen werden die Erde voraussichtlich im Jahr 2050 bevölkern. Bereits jetzt leiden knapp 8 Millionen Menschen an Hunger. Agrarwirtschaft und industrielle Massenproduktion sollen uns in Zukunft genügend Nahrungsmittel zur Verfügung stellen. Aber für wen? Und zu welchem Preis? „Harte Kost“ – das klingt nicht nur wie der Thriller, nach dem das Cover des brillant recherchierten Sachbuches von Valentin Thurn und Stefan Kreutzberger aussieht. Das, was wir zu lesen bekommen, ist auch wirklich ein Thriller – und zwar ein beängstigend realistischer. Keine Fiktion der Welt könnte uns vergleichende Gänsehautschauer über den Rücken jagen als jene, die durch die Fakten, die dieses Buch uns präsentiert, ausgelöst werden. Worum geht es? Die Menschen, die auf der Welt leben und ernährt werden wollen, werden immer mehr. Die massenindustrielle Produktion deklariert schnelle, billige und umweltverachtende Lebensmittelproduktion zur einzigen Lösung, den weltweiten Hunger wenn schon nicht in den Griff zu bekommen, so doch wenigstens einzudämmen. Infolge dessen ist ein Großteil der Böden der Erde bereits ausgelaugt, nährstoffarm gemacht durch Pestizide, Hybriddünger und Monokulturen. 40% der Treibhausgase, die für den Klimawandel verantwortlich gemacht …

Einfache Bohnen-Tomaten-Pfanne

Folgende Situation: Abends kommt ihr müde, erschöpft und eventuell auch leicht gereizt vom stressigen Tag mit einem Bärenhunger nach Hause. Was landet im Kochtopf? Wird überhaupt gekocht? – Hoffentlich! Denn es gibt so viele Gerichte, die pflanzlich und schnell zubereitet sind, dass es schade um den tollen Geschmack und eure Gesundheit wäre, wenn ihr nun auf Fertigprodukte zurückgreifen würdet. So viele, dass ich mich zunächst ein wenig gescheut habe, dieses Rezept zu veröffentlichen – denn es ist so leicht und schnell zubereitet und erfordert eigentlich fast keine Kreativität. Frei nach dem Motto: „Aus dem (Kühl-) Schrank und rein in die Pfanne!“. Doch ich finde, Inspiration ist stets auch in kleinen Dingen versteckt – und daher gibt es hier nun auch einige simple Rezepte für schnelle und unkomplizierte Hauptgerichte. Ein Beispiel ist das folgende Bohnengericht, das wirklich schnell in einer Pfanne zusammengerührt und lecker angerichtet ist. Das Schöne daran: Durch die riesige Portion weißer Bohnen ist euer Proteinbedarf für den Tag gleich gedeckt – und ihr werdet nebenbei auch noch schnell satt.  Außerdem: Tomatiger Geschmack passt immer und zu …

[Werbung] Smoothie to go – 100% gesund, vegan und bio

Wer kennt es nicht – der Vorsatz, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, ist da. Und dann grätscht der Alltag dazwischen. Sehr brutal werden so die besten Absichten wieder zunichte gemacht und wir landen in der Mittagspause vor dem Pommesstand. Das Unterwegs-Dilemma Das muss nicht sein. Wirklich nicht. Neben zahlreichen tollen Möglichkeiten, die ihr habt, euch im Vorfeld gesundes Essen einzupacken und mit ausreichend Proviant zu versorgen (ich habe das hier ausführlicher beschrieben), gibt es auch gesunde Alternativen, die ihr unterwegs erwerben könnt, falls selbst die beste Planung aus irgendwelchen Gründen ins Wasser gefallen ist oder ihr einfach etwas für den kleinen Hunger zwischendurch braucht. Zahlreiche abgepackte Salate und Smoothies gibt es bereits auf dem Markt, sodass die Auswahl für ein gesundes Mittagessen hier schwer fällt. Doch abgesehen davon, dass die meisten dieser to-go-Varianten in Plastik abgepackt und daher weder eurem Müllvermeidungskarma noch eurer Gesundheit sonderlich zuträglich sind, sind in vielen Kalorienfallen (das Dressing im Salat, der zugesetzte Zucker im herrlich bunten Smoothie) als zusätzliches Hindernis auf dem Weg zum gesunden Snack eingebaut. Eine Lösung: SMOOZUP! Das auch …

Raw vegan double layer cake

Ist das nicht ein feiner Titel? Auf Englisch hört sich alles gleich viel spannender und appetitanregender an. Anglizismen voran also – und eingeläutet die Serie der besonders cleanen und irgendwie auch schon rohen Rezepte auf diesem Blog. Eigentlich – also wirklich: eigentlich! – hatte ich ja etwas ganz anderes backen wollen. Der ursprüngliche Plan beim Betreten meiner Küche sah vor, einen Rohkost-Cheesecake zu backen. Das ist aber irgendwie nicht so ganz dem Ergebnis entsprechend. Oder umgekehrt: Das Ergebnis entspricht nicht dem Plan. Wie auch immer – herausgekommen ist ein mindestens ebenso leckerer, unglaublich schöner (wie ich, ohne mir mental auf die Schulter klopfen zu wollen, finde) Rohkostkuchen, der schnell gemacht und randvoll mit guten Zutaten ist. Was ich beispielsweise an Rohkostkuchen liebe (so wenige ich bisher davon selbst kreiert habe – da dürft ihr euch auf weitere Experimente freuen, denn ich habe unglaublichen Spaß dabei, diese Farbfeuerwerke zu gestalten) ist, dass sie ohne Mehl und Zucker auskommen. Und nach Belieben vielerlei verschiedene Früchte, Samen und Nüsse darin verarbeitet werden können. Es gibt bei der Gestaltung von …

Dattelmus selbstgemacht

Die Suche nach dem besten veganen und gleichzeitig gesunden Süßungsmittel hat endlich ein Ende: Dattelmus. Schnell hergestellt, aus nur zwei Zutaten bestehend und wesentlich besser als jeder Zucker es sein könnte! Wer von euch meinen Blog schon seit einer Weile verfolgt, weiß, dass mir die Suche nach der einzigen und perfekten Süßungsmethode eine wichtige Angelegenheit gewesen ist (nicht umsonst wird in meinen Rezepten mal Ahorn- oder Reissirup, mal Agavendicksaft, mal Melasse und mal irgendwas anderes genutzt). Und nach langer Suche und langem Informieren bin ich zu dem Schluss gekommen – nicht zuletzt dank der tollen Inspiration anderer Bloggerinnen (genannt sei hier vor allem Yvonne von Freude am Kochen) -, dass Dattelmus nicht nur die natürlichste und zutatenärmste, sondern damit einhergehend auch die gesündeste Methode ist, Speisen zu süßen. Denn es sind lediglich zwei Zutaten vonnöten (wenn man bei Wasser überhaupt von „Zutat“ sprechen möchte): Datteln und Wasser. Und unter Umständen ein wenig Geduld. Das Rezept   Zur Aufbewahrung kann ich euch nur empfehlen, das Mus umgehend im Kühlschrank zu lagern. Falls das aus irgendwelchen Gründen nicht geht – braucht …

[Hummus] Kichererbsendip reloaded

Hummus – das ist der absolute Proteinkick unter den Dips und derjenige, der uns in Mitteleuropa Lebenden wahrscheinlich als erstes in den Sinn kommt, wenn wir an die orientalische Küche und ihr Fingerfood denken. Kichererbsen – dass das eine ganz tiefe und in allen Speisen wiederfindbare Liebe zwischen mir und diesen Hülsenfrüchten ist, breite ich hier und auf Instagram ja regelmäßig in aller Ausführlichkeit aus (kennt ihr schon meine zahlreichen Kichererbsensalate?). Und da konnte und durfte die pürierte Variante der kleinen pflanzlichen Proteinspender selbstredend in einer Orient-Reihe nicht fehlen. Ich habe lange an einem guten Rezept getüftelt und es hat einige Versuche gebraucht, bis ich vollkommen zufrieden war (und Mr. Grünzeug Blogtauglichkeit attestiert hat) – doch ich glaube, nun habe ich eine gute Variante gefunden. In den Anfängen dieses Blogs habe ich bereits schon einmal ein Hummus-Rezept veröffentlicht – und ich bin erstaunt, wie ähnlich die neue Variante der alten ist, obwohl ich absichtlich nicht das ältere Rezept hinzugezogen, sondern nach Gefühl gearbeitet habe. Was sich verändert hat, ist allerdings doch etwas sehr wesentliches: die Art der …

[Kalutscheh Berendsch] Reisplätzchen

Plätzchen – mit Reismehl gebacken. Das klingt zunächst einmal ungewöhnlich und ist es sicher auch. Doch was, wenn ich euch verrate, dass diese glutenfreien kleinen Leckerchen nicht nur gut schmecken, sondern auch im Handumdrehen gemacht sind? Dann sollte es kein Halten mehr geben – zumindest, wenn sich spontaner Besuch angekündigt, die Backlaune sich grummelnd hinter das Sofa verzogen hat oder der Nachwuchs oder eure alltagsgeplagte Seele nach einer süßen Abwechslung verlangt. Also eigentlich – so gut wie immer. In diesem Fall kommen die Kalutscheh Berendsch genau richtig: Sie sind schnell gemacht, würzig-süß, versprechen ein ungewöhnliches Geschmackserlebnis und sind durch die zurückhaltende Süße, die sich lediglich aus dem Ahornsirup speist, sogar fast gesund. Pate für diese Abwandlung stand ein Rezept aus dem Jemen – doch wie so viele andere orientalische Rezepte, so ist auch dieses weit über die Landesgrenzen bekannt und verbreitet. Mr. Grünzeug hat mir jedenfalls felsenfest überzeugt versichert, dass seine Frau Mama genau dieselben Kekse backe – in der türkischen Küche haben sie daher ebenfalls ein festes Standbein und sind gern auf der Kaffeetafel gesehen. Das …

Starke Botschaften: März

Die keinen Dinge im Leben – sie sind so alltäglich, so immer-vorhanden, so normal. Und so unbeachtet. So selbstverständlich. So akzeptiert, nicht-hinterfragt, hingenommen, untergegangen in Alltagsstress und allgemeiner Hektik. Doch warum ist das so? Und: Muss das so sein? Es ist der Erste eines neuen Monats und gemäß der diesjährigen Tradition der Starken Botschaften gibt es nun diesen neuen Artikel, für euch, in dem wir uns der Frage nach dem Großen Kleinen widmen wollen und schauen werden, was das eigentlich für eine Bedeutung in unserem Leben hat. Was sind eigentlich diese „kleinen Dinge“? Hast du dich schon einmal beim Kauen deiner Frühstücksflocken gefragt, aus welchen Molekülen diese vielleicht zusammengesetzt sind und wie diese in einer komplexen Interaktion mit deinem Körper wirken müssen, bevor sie in Form von verwertbarer Nahrung in ihn aufgenommen werden können? Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was für ein Glück es ist, dass du, genau du, gerade an diesem Tisch sitzt und auf diesem Bildschirm diesen Artikel liest? Das bedeutet, dass du zu den glücklichen Menschen mit Internetzugang gehörst – zu der absoluten …

Gesunde Ernährung – was ist das eigentlich?

Eine gute Frage, oder? Wenn man sich die vielfältigen verschiedenen Antworten anschaut, wird schnell klar: Der Weisheit letzter Schluss liegt doch nicht so nahe, wie es uns manchmal erscheint. Die Frage nach der gesunden Ernährung treibt jeden und jede von uns um – und wir alle finden individuelle Antworten. Hier ist meine. Dass es auf einem veganen, pflanzlich und möglichst natürlich ausgerichteten Blog irgendwann eine Beschäftigung mit dem Thema „gesunde Ernährung“ geben musste, war abzusehen. Doch konkret auf den Gedanken gebracht hat mich die aktuell laufende #issgesund-Blogparade der Gothaer. Speziell an Food-, Familien- und Fitnessblogger*innen gerichtet, werden uns 5 Fragen zum Thema „gesunde Ernährung“ gestellt, die in einem Artikel beantwortet werden wollen. Und da ich mich zu zwei der insgesamt drei Blog-Kategorien zähle und mich insgesamt viel mit gesunder Ernährung auseinandersetze, habe ich mich gleich angesprochen gefühlt. Doch kommen wir zu den 5 Fragen, die ich versuche, so umfassend wie möglich zu beantworten. 1. Was gehört für dich zur gesunden Ernährung? Obst und Gemüse! Die Antwort ist sehr einfach: Zunächst einmal Obst und Gemüse. Und zwar in Massen! Ich bin der …