Alle Beiträge, die unter Vegan im Alltag gespeichert wurden

Gesunde Ernährung – was ist das eigentlich?

Eine gute Frage, oder? Wenn man sich die vielfältigen verschiedenen Antworten anschaut, wird schnell klar: Der Weisheit letzter Schluss liegt doch nicht so nahe, wie es uns manchmal erscheint. Die Frage nach der gesunden Ernährung treibt jeden und jede von uns um – und wir alle finden individuelle Antworten. Hier ist meine. Dass es auf einem veganen, pflanzlich und möglichst natürlich ausgerichteten Blog irgendwann eine Beschäftigung mit dem Thema „gesunde Ernährung“ geben musste, war abzusehen. Doch konkret auf den Gedanken gebracht hat mich die aktuell laufende #issgesund-Blogparade der Gothaer. Speziell an Food-, Familien- und Fitnessblogger*innen gerichtet, werden uns 5 Fragen zum Thema „gesunde Ernährung“ gestellt, die in einem Artikel beantwortet werden wollen. Und da ich mich zu zwei der insgesamt drei Blog-Kategorien zähle und mich insgesamt viel mit gesunder Ernährung auseinandersetze, habe ich mich gleich angesprochen gefühlt. Doch kommen wir zu den 5 Fragen, die ich versuche, so umfassend wie möglich zu beantworten. 1. Was gehört für dich zur gesunden Ernährung? Obst und Gemüse! Die Antwort ist sehr einfach: Zunächst einmal Obst und Gemüse. Und zwar in Massen! Ich bin der …

Ein Trauerfall: Wir haben verlernt, was gutes Essen ist

Wenn ich auf Mehr als Grünzeug! Beiträge veröffentliche und Artikel tippe, dann gebe ich mir immer viel Mühe und lege viele Stunden der Arbeit in jeden einzelnen von ihnen. Und wenn ich für andere schreibe, dann sieht das genauso aus. Und ich liebe es, bei anderen Blogger* innen zu Gast zu sein! Darum – und weil ich sie insgesamt unglaublich sympathisch finde – konnte ich auch nicht ablehnen, als mich Maria von widerstandistzweckmaessig um einen Gastartikel bat. Ob ich mir das vorstellen könnte? Natürlich konnte ich! Mir liegen derzeit viele Themen am Herzen, über die ich schreiben könnte, und die mir gewissermaßen unter den Nägeln brennen. Vieles davon ist noch nicht ganz ausgereift, einiges davon in Planungsphase – die Blogger* innen unter euch wissen wahrscheinlich genau, wovon ich spreche. Doch ein Thema war und ist mir ein besonders wichtiges: unsere Einstellung zum Essen. Und daher wusste ich relativ schnell, dass ich hierüber für Maria und ihren tollen Blog schreiben würde. Nicht nur, dass es thematisch (konsumkritisch) wunderbar ins Konzept passt – auch glaube ich, dass …

Von Achtsamkeit und Slow Blogging

Wir suchen sie alle: Diese Stimmung fernab vom Alltag, die Seele baumeln lassend, den Stress vergessend, das Hirn ausgeschaltet, das Smartphone verbannt und unter die Lieblingsdecke gekrochen und die Welt um uns herum einfach einmal angehalten. Achtsamkeits-Stimmung – ewig gesucht. Und doch nicht gefunden? Achtsamkeit – was ist das eigentlich? Geben wir das Stichwort „Achtsamkeit“ in die Suchmaschine unseres (Nicht-)Vertrauens ein, belohnt diese uns dafür mit rund 880.000 Ergebnissen in weniger als 0,69 Sekunden. Achtsamkeit ist also (zumindest in Deutschland) ein großes Thema. Schaut man sich die Suchvorschläge, die auf unser Stichwort folgen, an, so zeigt sich, dass eine ganz besondere Einstellung gegenüber der Achtsamkeit vorherrschend ist: Wir wollen Achtsamkeit üben. Wir wollen Achtsamkeit lernen. Gleich einer Fähigkeit, die wie Fahrradfahren erworben werden kann, möchten wir uns diesem nebulösen Wort namens „Achtsamkeit“ nähern, versprechen wir uns davon doch so manche wundersame Veränderung für unser Leben. Doch bevor wir zu den verheißenden Assoziationen, die mit diesem Begriff verbunden sind, kommen, sollten wir uns zunächst bewusst machen, was das eigentlich heißt: Achtsamkeit. Der Versuch einer Definition Eine …

Dranbleiben: Vom Festhalten am veganen Leben

Das neue Jahr ist nun etwas mehr als eine Woche alt. Wir haben Vorsätze gefasst, Pläne geschmiedet, was wir dieses nächste Jahr nun besser machen können, haben höchst motiviert auf den Mitternachtsschlag der Uhr gewartet, die uns signalisiert hat: Jetzt geht es los. Vorsätze – gut und gefährlich Und doch beobachten wir bereits einen Tag nach Neujahr die ersten passionierten Raucher, die sich eine Zigarette anzünden. Die eigentlich-auf-Diät-Seiende, die sich genüsslich und trotzdem mit einem immens schlechten Gewissen das Tortenstück zwischen die Zähne schiebt. Den Autoren, die Bloggerin, die sich trotz besserem Vorhaben nicht aufraffen kann, dieses Jahr wirklich ranzuklotzen und gute, richtig gute Artikel zu schreiben. Und wir haben die Menschen, die gerne bewusster, nachhaltiger und pflanzlicher leben wollen. Die sich fest vorgenommen haben, ab 2016 kein Teil des Massenausbeutungssystems mehr zu sein. Die auf Milch, Eier, Fleisch, Fisch, Käse und allem, was sonst noch unrechtmäßigerweise den Tieren – Mitgeschöpfen und Mitlebenden und – leidenden auf dem Planeten Erde – genommen wird. Für diese Menschen habe ich bereits einen Leitfaden verfasst, wie sie den …

Ernährung im Mittelalter

Wo es eine Rezepte-Reihe zum Thema Mittelalter gibt, darf eine zumindest grobe Einführung und Übersicht über die tatsächlichen Verhältnisse der Esskultur vor mehreren hundert Jahren nicht fehlen. Was aßen die Menschen damals eigentlich? Und: War das wirklich so fade und öde, wie wir glauben? Was wir beachten müssen Für uns – ans demokratische System gewöhnte und zumindest in den modernen Industriestaaten lebensmitteltechnisch verwöhnte – moderne Menschen sind, wenn wir vom „Mittelalter“* sprechen, einige Vorbemerkungen zu machen, damit wir nicht mit einem falschen Vorstellungsbild an die Sache herantreten. * Dieser Begriff ist höchst umstritten – sowohl, was die zeitliche Spanne als auch, was die Verwendung überhaupt betrifft. Falls ihr an weiteren Informationen interessiert seid, schaut doch einführungsweise einmal hier und hier vorbei. Der Einfachheit halber – und weil dies hier kein wissenschaftlich-historischer, sondern ein veganer Blog ist – verzichten wir an dieser Stelle auf derartige Diskussionen. Und widmen uns dem für uns Wichtigen: dem Essen.  Im Mittelalter herrschte, wie wir wissen, ein strenges und beinahe absolut undurchlässiges Ständesystem. Schätzungsweise 90% der Bevölkerung waren Bauern, auf landwirtschaftliche Tätigkeit und harte …

4 Dinge, die du 2016 besser machen kannst

So langsam wird es Zeit für einen Jahresrückblick. Und für einen gleichzeitigen Vorausblick. Vor zwei Tagen war noch Weihnachten – und in zwei Tagen ist schon Silvester. Und ein neues Jahr beginnt. Ist diese beinahe surreale Zeit in der Schwebe nicht die beste, sich über Vergangenes und Neues klarzuwerden? Ich glaube, ich habe einige Tage gebraucht, um herunterzufahren. Das Jahr wirklich ausklingen zu lassen. Und jetzt – hier sitzend mit einer Tasse Tee und meinem Lieblingsmenschen in kuscheliges Licht getaucht vor mir – finde ich die Worte, das Jahr Revue passieren zu lassen. Und das neue schon zaghaft willkommen zu heißen. Und was wäre ein Rückblick-und-gleichzeitiger Vorausblick ohne Pläne, Wünsche, Ideen für das neue Jahr – auch Vorsätze genannt? Ich muss zugeben, dass ich wenig von in der Sekunde des Jahreswechsels gegebenen Vorsätzen halte. Nach zwei Wochen hat der Neu-Fitness-Junkie den Gang zum Studio wieder mit dem zur Couch vertauscht und die langjährige Raucherin steckt sich die erste Zigarette des Jahres an. Doch ich glaube, wir sollten uns trotzdem Vorsätze fassen. Weil sie uns an …

Vegan werden: 7 Tipps, wie der Umstieg gelingt

Vegan werden. Das erscheint Vielen, die sich dafür interessieren, eine schier unüberwindbare Hürde zu sein. Was esse ich denn jetzt? Wo und wie kaufe ich ein? Bekomme ich Nährstoffmangel? Was ist mit meiner Kleidung und meiner Kosmetik? Muss das auch vegan sein? Muss ich jetzt mein ganzes Leben umkrempeln? Die gute Nachricht: So schlimm wird es nicht werden. Im Grunde wird es überhaupt nicht schlimm werden. Wenn du dich an 7 einfache Grundregeln hältst. 1. Gib‘ dir Zeit! Die wenigsten unter den Veganer* innen sind von heute auf morgen auf den pflanzlichen Lebensstil umgestiegen. Finde heraus, welcher mentale Typ du bist Der Schritt-für-Schritt-Typ Es gibt Menschen, denen eine Veränderung zunächst schwer fällt und die eine Zeitlang brauchen, bis sie sich an neue Gegebenheiten gewöhnt haben. Das ist absolut nicht schlimm und das Normalste von der Welt! Solltest du zu diesem Typ Mensch gehören, dann pack‘ den Umstieg auf die vegane Lebensweise langsam an. Das heißt: Heute lässt du den Käse weg. Und morgen auch. Und übermorgen auch. Und wenn du glaubst, dass du nach ein paar …

Habt euch lieb! ❤

Es ist soweit: Anfang Dezember. Der Weihnachtsstress geht los. Wir suchen, wir shoppen, wir tigern durch Online- und Offline-Kaufhäuser, um passende Geschenke auf Knopfdruck zu finden, wir versuchen, uns zwanghaft feierliche Stimmung zu erzeugen. Und ganz nebenbei dreht die Welt sich weiter: Flüchtlingsdebatte, Terrorismus, die Rede von „Krieg“ überzieht unsere Gemüter und die adventliche Stimmung mit einem hartnäckigen Grauschleier. In solchen Zeiten ist die Versuchung groß, alles auszublenden und einfach nur an sich zu denken. Wer wollte es einem übel nehmen? Wie können wir reagieren auf all‘ das Unglück, dass via Social Media quasi im Sekundentakt über uns hereinbricht und uns in einer Bilderflutwelle mitreißt? Wer kann es uns verdenken, dass wir abstumpfen, wegsehen und weggehen – unsere eigene kleine Welt schützen wollen? Die Antwort: wir selbst. Auch wenn wir in der anstehenden Weihnachts-Hektik im Organisations-Chaos zu versinken drohen, sollten wir wenigstens für einen Moment innehalten und uns fragen: „Was mache ich hier eigentlich?“ Ich kaufe Geschenke, um diejenigen glücklich zu machen, die eigentlich ohnehin schon alles haben. Ein Dach über dem Kopf, mehr als ausreichend …

Ich bin Etepetete!

Wer is(s)t schon gern normal? und: Lust auf schräge Sachen? Seit Kurzem sind die Bewohner des Hauses Grünzeug (das heißt: ich und meine bessere Hälfte) glühende Verehrer des Gemüse-Kisten-Konzepts. Unsere Wahl fiel auf die sympathisch-bunte und fröhliche Etepetete-Box. Wer oder was ist Etepetete? Hinter Etepetete versteckt sich eine Idee, die zwar noch relativ jung ist, jedoch bereits von zahlreichen Firmen umgesetzt wird und sich wachsender Beliebtheit erfreut: Bio-Gemüse wird regelmäßig in einer Kiste von ca. 5 kg zu euch nach Hause geliefert. Bei diesem Gemüse handelt es sich um sogenannte „mangelhafte“ Ware – also solche, die den ästhetischen Ansprüchen des Otto-Normal-Supermarkteinkäufers oder der -einkäuferin nicht genügen, da sie Beulen haben, verformt sind oder insgesamt eher ungewöhnlich aussehen. Das Problem: Normalerweise wird solches als „Mangelware“ deklariertes Gemüse nicht in die Nahrungsmittelproduktion gegeben, sondern zur Energiegewinnung zweckentfremdet – oft genug also einfach verbrannt. Und das, so meinen die Initiatoren von Etepetete, muss nun wirklich nicht sein. Recht haben sie. Unserer Meinung nach, hat die krumme Gurke, die Karotte mit zwei Beinen und die zu große Zucchini eine Chance verdient! (Etepetete) Was …

Warum du nicht an deinen Lebensmitteln sparen solltest

Hartnäckig hält sich das Gerücht, vegan zu leben sei unglaublich teuer und daher nur für die wohlbetuchte Elite als potentieller Lebensstil infrage kommend. Dass diese Vermutung – also mehr eine Hypothese denn eine These – vollkommen aus der Luft gegriffen ist, haben viele vegan lebende Menschen bereits bewiesen und tun es noch – durch ihr tagtägliches Vorbild. Doch ich möchte fernab dieser Diskussion um schwindelerregend teure Superfoods (denen ich zugegebenermaßen auch verfallen bin) eine wirkliche These aufstellen: Du solltest dir dein Essen etwas kosten lassen! Warum? Das ist verständlicherweise die sofortige und unmittelbare, wenn nicht sogar intuitive Reaktion auf diese steile Behauptung. Ich möchte in diesem Artikel an drei beispielhaften Argumenten erläutern, weshalb ich dieser Auffassung bin. 1. Billiges Essen schadet deiner Gesundheit. D azu müssen wir keine seriösen oder quasi-seriösen Studien bemühen – diese Erkenntnis erschließt sich aus dem reinen Menschenverstand. Theoretisch. Praktisch stehe ich allerdings immer wieder im Supermarkt an der Kasse und übe mich im mentalen Dauer-Kopfschütteln: Da türmen sich Fertigpizzen neben den Literflaschen Cola und Limo, die Aufbackbrötchen für den Sonntag …