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Mittelalter in vegan: Habermus nach Hildegard von Bingen

Wo von Mittelalter und Ernährung die Rede ist, darf sie nicht fehlen: Hildegard von Bingen. Eine heilige, idealisierte Frauenfigur, Ernährungsexpertin ihrer Zeit und Einflussnehmerin bis heute. Wer war Hildegard von Bingen? Hildegard von Bingen war eine bedeutende Persönlichkeit des Mittelalters – und eine der wenigen Frauen, die allgemeine Anerkennung und weitreichenden Einfluss genossen. Sie gehörte einem heute nahezu verschwundenen Menschentypus an: den Universalgelehrten. Sie lebte  von 1098 bis 1179, war eine der wichtigsten Autoritäten in den Bereichen der Kirchenlehre und gilt als Begründerin der deutschen Mystik. Neben ihrer religiösen Haupttätigkeit interessierten sie viele weitere Themenfelder, weshalb sie sich unter anderem mit Ethik, Medizin, Musik und Kosmologie beschäftigte. Und mit der menschlichen Ernährung. Als eine der ersten Personen vertrat Hildegard von Bingen die These, dass äußere Schönheit von innen komme – und damit wesentlich mit gesunder Ernährung in Verbindung stünde: „Wenn nämlich ein Mensch an allerlei Mühsal, Angst und Folgen von vielerlei Speisen und Getränken leidet, so dass sich durch ungeeignete Speisen und Getränke verkehrte Schlackenstoffe angesammelt haben, dann kommt die erschütterte und ermüdete Seele zum Erliegen.“ Damit …

Quitten-Mandarinen-Obstsalat

Manchmal brauche ich auch zum Mittag etwas Fruchtig-Süßes – völlig unabhängig davon, ob ich am Morgen bereits einen tollen Grießbrei mit Früchten gegessen habe. Manchmal hat man Tage – besonders, wenn draußen mal wieder alles grau und von Nieselregen dominiert ist -, da möchte man eigentlich nur naschen. Und da wir uns ja alle diszipliniert vor dem Schokoladenregal zurückhalten (müssen), mache ich mir für solche Gelegenheiten gerne einen Obstsalat. Denn er vereint gleich drei für diese Situation unschlagbare Vorteile in sich: Er ist sehr gesund. Er schmeckt schön süßlich. Er macht lange satt. Dieses Mal habe ich lauter saisonale Zutaten, die ich in meinem Kühlschrank finden konnte, zu einem lecker-herbstlichen Salat kombiniert. Das Rezept Dieser Obstsalat hat es definitiv auf die Obstsalat-Favoritenliste für den Herbst geschafft. Allein die herrliche Zimtnote in Kombination mit der Quitte reicht schon aus, um das optimale Wohlgefühl bei mir hervorzurufen. P.S.: Falls ihr Zeit und Muße habt, könnt ihr natürlich die Cashew-Kerne vor dem Servieren kurz ohne Öl in einer beschichteten Pfanne anrösten – das verleiht dem Salat gleich eine besonders tolle, nussige Extra-Note. …

Bratapfel-Kuchen

Ich verrate euch hiermit ein kleines, großes Geheimnis: Mein Lieblingskuchen ist der Bratapfelkuchen. Schon immer gewesen. Als Kind konnte ich nicht genug von der Vanille-Pudding-Creme bekommen, die in so herrlichem Einklang mit den gegorenen Äpfeln steht und durch einen wunderbar krossen Boden abgerundet wurde. Ach, was habe ich den Bratapfel-Kuchen von Mama geliebt! Seitdem ich meine eigenen vier Wände habe (also seit bereits 6 Jahren) gab es keinen Bratapfelkuchen mehr. Irgendwie habe ich ihn immer mit zuhause verbunden – dem Zuhause, in dem meine Mutter wohnt. Vor Kurzem bin ich in ein ähnliches Haus gezogen (ihr habt richtig gehört – ich habe mir zusammen mit Mr. Grünzeug einen kleinen Traum erfüllt; auch wenn es nicht unser eigenes ist und wir zur Miete wohnen). Dieser neue Umbruch hat den Bratapfelkuchen irgendwie aus der Tabu-Zone befördert und so habe ich mich an die Umsetzung einer veganen Variante gewagt. Und ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich da sehr kreativ werden und tief in die Trick-Kiste greifen musste. Ich habe aber auch hohe Ansprüche: Zuerst einmal muss der …

Favorite Green Smoothie

Grüne Smoothies sind eine (Zwischen-)Mahlzeit, die wir uns eigentlich täglich gönnen sollten, um unserem Körper etwas Gutes zu tun. Ich bemühe mich daher, mindestens ein Mal am Tag einen dieser grünen Wundertrunks zu mir zu nehmen und habe dabei im Laufe der Zeit natürlich auch einige Favoriten für mich entdeckt. Einer dieser Favoriten ist eine erfrischend-sattmachende Kreation, die gleichzeitig nichts von der liebgewonnenen Smoothie-Cremigkeit einbüßt. Für den richtigen Vitamin-Kick und das entsprechende Frischegefühl beim Trinken sorgen die Kiwi und der Apfel. Die Banane in Kombination mit dem Sojajoghurt verleiht diesem Lieblings-Smoothie auf der einen Seite eine cremige Konsistenz und sorgt andererseits dafür, dass ihr lange satt bleibt. Salat und Spinat werden eher weniger aus Alibi-Gründen (grüne Farbe) denn aus nährwerttechnischen Überlegungen hinzugegeben – mit Vitamin A, Kalium, Vitamin K, Magnesium und einer guten Portion Ballaststoffen geht es sich gleich beschwingter durch den Tag. Das Rezept Diesen Smoothie fülle ich gerne in mitnehmbare Gläschen ab und rette mich mit seiner Hilfe durch einen langen Uni- und/oder Arbeitstag. Daher könnt ihr das Rezept auch für eine Person verwenden …

Herbstliche Apfel-Mandel-Muffins mit Chia

Im Moment wird viel gebacken im Hause Grünzeug. Unter anderem auch Muffins. Es gibt sie nicht häufig bei mir, aber es gibt sie. Eigentlich mag ich diese kleinen Küchlein sogar sehr gerne: Schnell und einfach zubereitet, im handlichen Format und mit oftmals sehr raffinierten Zutatenkombinationen bestechen sie mich doch immer wieder. Heute war mal wieder Muffin-Back-Tag. Und was bietet sich im heraufziehenden Herbst mehr an als eine Variante mit Apfel, Zimt und Mandeln, nach deren Herstellung die gesamte Küche wunderbar nach Winter riecht und man automatisch an gemütliche Leseabende auf seinem Lieblingssessel erinnert wird? Das Rezept Diese Muffins schmecken durch die Zimt-Note richtig schön nach Herbst. Wer mag, kann noch etwas mehr Süße hinzugeben. Allerdings habe ich – da man Schönes ja teilen soll – die Hälfte der fertigen Küchlein meinen Nachbarn überreichet. Drei Tage später hing ein Jutebeutel an der Tür, der sowohl den Servierteller als auch einen kleinen Zettel mit der Nachricht: „Vielen Dank für diese köstlichen Muffins!“ enthielt. Dieses liebe Lob möchte ich als Verzehrs- und Ausprobier-Empfehlung der herbstlichen Apfel-Mandel-Muffins mit Chia an euch weitergeben. Ich …

Frühstücksbrei mit Moringa

Eigentlich nutze ich ja gar keine Fertigprodukte. Aber ich mache in ganz seltenen Fällen auch mal Ausnahmen von der Regel. Das folgende Frühstück, das ich vor Kurzem im örtlichen Reformhaus entdeckt habe und das es mir angetan hat, ist so eine Ausnahme. Es handelt sich um den Frühstücks-Brei Vital mit Moringa von Allos. Ich muss zugeben: Gelockt hat mich in erster Linie der Preis, der um die Hälfte gesenkt war, weil das offizielle Ich muss Verfallsdatum auf der Verpackung nicht mehr allzu weit vom tatsächlichen Datum entfernt war. Da mich das im Hinblick darauf, dass es sich um ein Mindesthaltbarkeitsdatum und nicht um eine Angabe, ab wann das Produkt mit sofortiger Wirkung gesundheitsschädlich zu werden beginnt, handelt, hat mich das weniger abgeschreckt denn zum Kauf verführt. Natürlich habe ich vorher die Inhaltsstoffe genauestens studiert – und bin zu dem sowohl positiven als auch überraschenden Ergebnis gekommen, dass keine überflüssigen Emulgatoren, Geschmacksverstärker und irgendwelche weiteren Zusatzstoffe eingesetzt werden: Zutaten Hafervollkornflocken*, Dinkelvollkornflocken*, Amaranth* 19% gepoppt und gemahlen, Cranberries* gesüßt (Cranberry*, konzentrierter Apfelsaft*) 7%, Bananenflocken*, Mandeln* gehobelt, Leinsaat* gekeimt und …

Schnelles Rote-Bete-Süppchen

Es passt gerade so gut zum Thema Smoothies-Löffeln: Mittags besteht mein Essen fast zu 100% aus Obst und Gemüse – einem Smoothie also. In der Regel. Heute habe ich die konventionelle Smoothie-Variante, die aus Mixen und Sofort-Trinken besteht, verfeinert, indem ich einen Zwischenschritt eingebaut habe: das Erhitzen. Und tatsächlich: Aus dem Smoothie wurde ein Süppchen. Abgeschaut habe ich mir diesen Trick bei Deliciously Ella. Auch das Rezept ist im Wesentlichen von ihr übernommen – ich habe lediglich drei kleine Abwandlungen eingefügt und die Durchführung etwas verändert: Statt alle Zutaten in den Entsafter zu geben, habe ich sie kurzerhand püriert. Daher unterscheiden sich auch die Endprodukte: Wo Ella einen warmen Saft für zwischendurch kreiert hat, habe ich eine sättigende Mittagssuppe produziert.  Über das Ergebnis bin ich verblüfft: Aus so wenigen und saisonalen Zutaten kann so schnell und unkompliziert eine leckere und leichte Mittagsuppe gezaubert werden, die gleich auch noch den Vorteil mitbringt, schön von innen zu wärmen (was ein „normaler“ Smoothie nicht leisten kann). Man könnte jetzt natürlich darüber philosophieren, ob es sich hierbei wirklich um eine …

Kürbis-Kompott

Ich habe ja bereits letztens Kompott eingekocht. Und bei der Gelegenheit erwähnte ich, dass der Zauber des Kompottmachens meine Küche einmal jährlich heimsucht. Und als ich letztes Wochenende einkaufen war, habe ich mich gefragt, warum das eigentlich so ist. „Wenn ich doch so gerne Kompott und Marmelade (ein-) koche – warum mache ich das dann eigentlich nicht öfter?“, habe ich mich gefragt. Und tatsächlich kein überzeugendes Argument als die Macht der einmal-im-Jahr-Gewohnheit dafür gefunden. Kompott kann man schließlich vielfältig in der Küche einsetzen, er ist lange haltbar, äußerst schmackhaft und – bei der richtigen Zubereitung – auch relativ kalorienarm und gesund. Jetzt ist ja gerade Kürbiszeit – und ich habe vor nicht allzu langer Zeit meine Vorliebe für dieses Gemüse entdeckt. (Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Kürbissalat mit Pfifferlingen?) Da Mr. Grünzeug meine neue Begeisterung allerdings eher weniger teilt, bietet sich der Kürbis als Grundlage für eine kompottartige Verarbeitung ohnehin an. Daher fand ich mich ziemlich flugs mit einem neu gekauften Hokkaido in der Küche und vor dem Einmach-Kochtopf wieder. Hier ist das …

Amaranth-Zwetschgen-Tartelettes

Was verbindet ihr mit dem Herbst? Ich habe kürzlich für mich genau über diese Frage nachgedacht: „Was bedeutet der Herbst für mich?“ Welche Stimmungen, Farben, Gerüche –  und vor allem: welches Essen – verbinde ich mit dieser nun rasant heraufziehenden Jahreszeit? Anlass für derartige Überlegungen waren nicht nur meine typischen halb-tagträumerischen Gedankenabschweifungen, sondern auch das von Becky auf ihrem Blog Becky‘s Diner ins Leben gerufene  Blog-Event. Da geht es nämlich um den Herbst: Und all‘ die kleinen und großen kulinarischen Genüsse, die wir damit verbinden. Für mich bedeutet dieses Blog-Event eine Premiere, denn ich nehme zum ersten Mal an einer solchen Veranstaltung teil – und habe mir mit der Auswahl meines Teilnahme-Rezeptes auch entsprechende Mühe gegeben. Ich setzt mich also hin und fragte mich: „Was ist für mich essenstechnisch typisch herbstlich?“ Antworten – und nicht wenige! – folgten auf dem Fuße: Zimt (natürlich), Äpfel, Zwetschgen, Quitten, Mus, Kompott, Eingemachtes, Kürbis… und noch viel, viel mehr. Da ich aber nicht alle Zutaten zu einem Rezept vereinen konnte (es sei denn, ich hätte Kompott gemacht), musste ich mich in …

Mach-mich-wach-Smoothie

Egal, ob es morgens gilt, frisch und sowohl körperlich als auch geistig wie aus dem Ei gepellt zu erscheinen ihr oder ob einfach ein Nachmittagstief überwinden müsst – dieser Smoothie macht euch (wieder) fit! Die Kombination aus Apfel, Kiwi, Feige und Matcha ist eine äußerst wirkungsvolle, wenn es darum geht, euer Konzentrationsvermögen wieder auf Vordermann zu bringen. Außerdem ist sie sehr gesund: Vitamin-C-bombig, Antioxidantien-haltig und eine Menge Spurenelemente in sich vereinigend, ist dieser Smoothie genauso gesund wie schmackhaft. Das Rezept Ich wünsche euch einen energiereichen weiteren Tag und einen guten Appetit! ❤ Die Inspiration zu diesem Rezept stammt übrigens von Mareike von vegold. Schaut unbedingt mal auf ihrem tollen Blog vorbei – es lohnt sich wirklich!