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Mittelalter in vegan: Kleine Dattel-Torte

Obgleich das Mittelalter viele Gerichte kennt, die wenig süß bis (für heutige Gaumen) nahezu ohne identifizierbaren Geschmack sind, finden wir in den Rezeptsammlungen ebenfalls herrlich süße Kreationen für Pasteten, Desserts – und Torten. Obwohl der mittelalterliche Monat eigentlich schon vorbei ist, habe ich noch ein Rezept für euch zu diesem Thema in petto, das ich nicht vorenthalten möchte: eine Datteltorte! Datteln gehören zu den Früchten, die das europäische Mittelalter dem kulinarischen Einfluss aus dem Orient verdankt. Als ich das Rezept für die kleine Datteltorte hier entdeckt habe, konnte ich gar nicht anders, als sie umgehend zu backen. Obwohl ich normalerweise nicht gerne Torten herstelle geschweige denn selbst esse, hat mich diese hier vor allem aufgrund ihrer fehlenden Sahneschicht überzeugt. Denn diese kalorienbombigen Zutaten konventioneller Torten mag ich nicht besonders gerne haben und mache daher stets einen großen Bogen um Backwerke mit diesen Inhaltsstoffen. (Abgesehen davon sind diese Zutaten denkbar ungeeignet für eine Ernährung, die sich am Clean Eating orientiert.) Da dieses Dattelkunstwerk nun aber gerade ohne böse Sahnetoppings, Puddingfüllungen und Ähnlichem auskommt, ist sie ein perfekter …

Mittelalter in vegan: Feine Plätzchen

Wer glaubt, im Mittelalter, dem sogenannten „dunklen Zeitalter“ (ein wissenschaftlich absolut nicht haltbarer Begriff) habe es ausschließlich Haferbrei, Suppe und insgesamt eher geschmacksarme Kost gegeben, der irrt. Auch vor Hunderten von Jahren wussten die Menschen schon, was aromatisches Essen bedeutet. Plätzchen standen mit Sicherheit nicht bei jeder damals lebenden Person auf der alltäglichen Speisekarte – wir dürfen nicht vergessen, dass im Mittelalter geschätzte 90% der Bevölkerung aus Bauern bestand, deren einziger Besitz oft nicht einmal aus dem bisschen Land bestand, das sie bewirtschafteten. Diese Hintergründe dürfen wir nicht außer acht lassen – auch wenn wir uns in diesem Zusammenhang hier in erster Linie mit den kulinarischen Aspekten (genauer: den Rezepten) beschäftigen. Doch nichtsdestotrotz haben wir das Glück, dass uns einige der kleinen Leckereien, die oftmals (und eigentlich immer) in adeligen Kreisen gereicht und genossen wurden, überliefert sind. Dazu gehört das Rezept für Feine Plätzchen, überliefert aus dem England des 16. Jahrhunderts (ganz genau: 1596). Anmerkung: Ich bin mir übrigens über den unter Historikern höchst strittigen Mittelalter-Begriff bewusst – nicht nur, was seine Zeitspanne, sondern auch, was seine …

Mittelalter in vegan: Schottische Knoten

Habt ihr schon einmal Kümmel mit Zucker kombiniert? Ich auch nicht. Doch diese neue Erfahrung ist nur eine, welche die Reise durch mittelalterliche Back- und Kochwelten für den neugierigen Erdenbürger des 21. Jahrhunderts und die experimentierfreudige Köchin bereithält. To make Jumbils a hundred To make Jumbils a hundred soll nach Sara Paston-Williams, die dieses Rezept aus dem 16. Jahrhundert im Book of Historical Recipes niedergeschrieben hat, die Überschrift dieser Leckerei gelautet haben. Nun, hundert Häufchen sind es nicht geworden – doch das Experiment ist insofern ein voller Erfolg, als dass ich euch hier nun eine in heutigen Augen gewagte Zutatenkombination vorstellen darf, deren Ergebnis allerdings überraschend gut schmeckt. Und weil es wunderbar zu lesen ist, habe ich hier auch einmal das überlieferte Originalrezept (das scheinbar wirklich auf 100 Teilchen angelegt ist): Take twenty Egges and put them into a pot both the yolkes and the white, beat them wel, then take a pound of beaten sugar and put to them, and stirre them wel together, then put to it a quarter of a peck of flower, …

Mini-Madeleines mit Zitrone und Chia

Seid ihr auch schon im Plätzchen-Back-Marathon? Nein? Dann wird es höchste Zeit! Es ist nicht einmal mehr eine Woche hin, dann beginnt das Weihnachtsfest Und damit steht dann auch die liebe Verwandtschaft – vor der Tür. Sowohl ihr als auch eure Keks-Dosen sollten darauf vorbereitet sein. Selbstgemachtes kommt von Herzen Nein – ganz so dramatisch ist es mit Sicherheit nicht. Doch es ist schon ein schönes Gefühl, den Gästen selbstgebackene, mit Liebe produzierte Plätzchen anstelle der Supermarkt-Lebkuchen reichen zu können, oder? Mich macht es auf jeden Fall immer besonders stolz, auch Plätzchen in kleinen Präsentkörbchen an Weihnachten zu verschenken. Nicht nur, dass dieses Geschenk dann wirklich von Herzen kommt – es ist auch umweltfreundlich, tierleidfrei (weil natürlich stets vegan) und: Ihr könnt euch sicher sein, dass es nützlich ist und von der beschenkten Person wertgeschätzt wird – denn wer isst denn nicht gerne Kekse? Von daher mein Plädoyer: Verschenkt dieses Weihnachten süße Kleinigkeiten aus der Küche! Ob Plätzchen, Pralinen, selbstgemachte Schokolade oder Krokant – ein schöneres, persönlicheres Präsent werdet ihr auch in dem tollsten Kaufhaus nicht finden! …

Glutenfreie Muffins á la Torta Caprese

Torta Caprese ist ein klassischer Schokoladenkuchen aus dem Mittelmeerraum. Mit ganz viel Zartbitterschokolade und einer guten Portion Gewürz ist er einer der perfekten Kandidaten für einen kuscheligen Winterabend. Doch manchmal ist die handliche Form von Muffins einfach praktischer.  Zum Beispiel, wenn man für eine Feier oder einen Kuchen-Verkauf backt. Da sind Kuchen und Torten sehr arbeitsaufwändig – sie müssen erst einmal auf eine schnittfeste Unterlage gebracht werden (Achtung, Sturzgefahr!), man darf das Schneidewerkzeug nicht vergessen, man muss nachher an die eben erwähnte Unterlage denken, damit sie nicht in den Fundus der nicht abgeholten Gegenstände in irgendeinen Keller wandert… Muffins sind da viel unkomplizierter. Gebacken, handlich, praktisch. Vor allem, wenn man keine Papier-Förmchen, sondern wiederverwendbare Formen nutzt. Neben dem so vermiedenen Teig-am-Papier-Festkleben kommt das dann auch der Umwelt zugute. Backen macht Freu(n)de Ich liebe es, für andere Menschen zu backen. Es gibt nichts Schöneres, als jemanden zu begegnen, der freudig in dein Backwerk beißt und es sich genüsslich auf der Zunge zergehen lässt. „Essen macht Freu(n)de“ – das ist nicht nur so eine dahergesagte Floskel, sondern Realität. Und ein noch schöneres …

Fruchtige Tannenbäume

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Das ist unbestritten. Doch mögt ihr die schweren, trockenfrüchte-beladenen und zimtigen Gebäcke manchmal wirklich nicht mehr sehen? Und sehnt ihr euch dann nach Keksen, die zumindest etwas weniger mächtig sind? Mir geht es zumindest so. Nach spätestens drei Tagen kann ich keine Stollen, Zimtsterne und dergleichen mehr essen, ohne dass ich mich danach unglaublich beschwert und träge fühle. Denn, Hand auf’s Herz: Auch wenn die Rezepte, die ich euch hier präsentiere, streng vegan sind und sich nach dem Clean Eating richten, heißt das nicht, dass sie kalorienarm wären. Daher ist auch hier – wie bei so vielem Anderen – die Devise: weniger ist mehr. Damit ihr euch und euren Lieben zur nahenden Adventszeit auch kleine Leckereien gönnen könnt, die etwas leichter und bekömmlicher als die restliche Weihnachtsbäckerei sind, habe ich hier ein fruchtiges Rezept für Ausstechkekse für euch. Das Rezept   Durch die Mischung von nussigem Aroma (Cashews) und dem fruchtig-zitronigen Anteil entsteht eine spannende Kombination, die – wie versprochen – nicht so sehr auf den Magen schlägt wie anderes Gebäck. Allerdings kann …

Schoko-Nuss-Tarte mit Birnen

Es ist Herbst – beinahe Winter. Und es ist kalt und stürmisch und regnerisch und im Allgemeinen eher ungemütlich draußen. Dafür aber umso wärmer, heimeliger und kuscheliger drinnen. Und was darf in einer ich-kuschle-mich-den-ganzen-Tag-mit-meinem-Lieblingsbuch-in-die-Decke-Stimmung nicht fehlen? Genau: Schokolade. Und davon – bzw. vom Kakao – besitzt der Schoko-Nuss-Kuchen mit Birnen, den ich euch heute ans Herz legen möchte, eine ganze Menge. Überhaupt finde ich die Kombination von Birne und Schokolade umwerfend. Nicht nur, dass beides geschmacklich toll harmoniert – sie passen auch gut zu der kalten Jahreszeit und erfüllen das Bedürfnis nach einem schönen Seelenwärmer-Essen aufs Hervorragendste. Das Rezept Ihr könnt die Tarte natürlich abkühlen lassen – aber ganz ehrlich: frisch aus dem Ofen und demnach noch warm schmeckt doch jeder Kuchen immer noch am besten, oder? Der Schokoboden dieses Kuchens ist – verzeiht die Übertreibung – wirklich ein Traum für alle Schokoholics. Wichtig hierbei ist, dass ihr wirklich wertigen Kakao benutzt und auf gesüßtes Billig-Pulver aus dem Supermarkt verzichtet. Der Unterschied zum Bio-Kakao  könnte nicht spürbarer sein (aber auf die Preisschleuderprodukte solltet ihr generell verzichten – warum, …

Mandel-Ecken

Ich habe schon mehrfach vegane Nussecken ausprobiert und nach einer perfekten Formel für mich (und Mr. Grünzeug) gesucht. Bisher blieb diese Suche erfolglos – und dann habe ich mit Zuckerrübensirup experimentiert. In Anlehnung an die klassische Nuss-Ecke habe ich eine vegane Mandel-Ecken-Variante kreiert, die ein Geschmackshöhenflug ist. Versprochen. Und ich muss sagen – es war eine kleine Herausforderung, das konventionelle Rezept so anzupassen, dass es weder Unmengen an Industriezucker noch an Margarine enthält und so den Ansprüchen des Clean Eating zumindest zum größten Teil gerecht wird. Aber nach einigen Versuchen habe ich es dann auf dem Papier gehabt – das (aus meiner und Mr. Grünzeugs Sicht) perfekte Vegane-Mandel-Ecken-Rezept. Und falls ihr eure Lieben in der Weihnachtszeit ebenfalls mit diesen kleinen Sünden überraschen möchtet – hier kommt es: Das Rezept In diesem Rezept habe ich zum ersten Mal in meinem Leben mit Birkenzucker* gebacken. Gekannt hatte ich diese fast schon sagenumwobene Zutat schon lange – nur habe ich mich bisher nicht überwinden können, sie mir im Reformhaus zu kaufen, da sie ehrlicherweise doch nicht ganz günstig ist. Aber dann …