Alle unter Dinkelmehl verschlagworteten Beiträge

Mittelalter in vegan: Kleine Dattel-Torte

Obgleich das Mittelalter viele Gerichte kennt, die wenig süß bis (für heutige Gaumen) nahezu ohne identifizierbaren Geschmack sind, finden wir in den Rezeptsammlungen ebenfalls herrlich süße Kreationen für Pasteten, Desserts – und Torten. Obwohl der mittelalterliche Monat eigentlich schon vorbei ist, habe ich noch ein Rezept für euch zu diesem Thema in petto, das ich nicht vorenthalten möchte: eine Datteltorte! Datteln gehören zu den Früchten, die das europäische Mittelalter dem kulinarischen Einfluss aus dem Orient verdankt. Als ich das Rezept für die kleine Datteltorte hier entdeckt habe, konnte ich gar nicht anders, als sie umgehend zu backen. Obwohl ich normalerweise nicht gerne Torten herstelle geschweige denn selbst esse, hat mich diese hier vor allem aufgrund ihrer fehlenden Sahneschicht überzeugt. Denn diese kalorienbombigen Zutaten konventioneller Torten mag ich nicht besonders gerne haben und mache daher stets einen großen Bogen um Backwerke mit diesen Inhaltsstoffen. (Abgesehen davon sind diese Zutaten denkbar ungeeignet für eine Ernährung, die sich am Clean Eating orientiert.) Da dieses Dattelkunstwerk nun aber gerade ohne böse Sahnetoppings, Puddingfüllungen und Ähnlichem auskommt, ist sie ein perfekter …

Mittelalter in vegan: Mandeltörtchen

Auch im Mittelalter konnten die Menschen (diejenigen, die es sich leisten konnten) schon hervorragend schlemmen. Man glaubt es nicht, doch in den vornehmeren Haushalten gab es Festmahle, die jedem heutigen Sternekoch das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen würden. Und gibt es einen krönenderen Abschluss als ein gelungenes Dessert? Und da wir im Hause Grünzeug alles lieben, was mit Nüssen zu tun hat, kam ich um das Zubereiten von Mandeltörtchen (hier gefunden) nicht herum. Ich muss gestehen, dass ich im Nachhinein sehr froh war, mich dieses Rezeptes angenommen und es in vegan und gesund umgewandelt zu haben – denn es hat sich sehr gelohnt! Herausgekommen sind 12 kleine Törtchen, die wunderbar handlich und schnell nebenbei als nicht zu süßer Snack verspeist werden können. Das Rezept Diese Törtchen zählen jetzt schon zu meinen Lieblingsrezepten im Jahr 2016. Denn ihr Geschmack hat mich wirklich vollends überzeugt: Durch das Apfelmark erhalten sie neben der unverkennbar nussigen gleichzeitig eine leicht fruchtig-frische Note, die sich allerdings im Hintergrund hält und nicht zu dominant wird. In diesem Rezept habe ich das erste Mal mit …

Mittelalter in vegan: Feine Plätzchen

Wer glaubt, im Mittelalter, dem sogenannten „dunklen Zeitalter“ (ein wissenschaftlich absolut nicht haltbarer Begriff) habe es ausschließlich Haferbrei, Suppe und insgesamt eher geschmacksarme Kost gegeben, der irrt. Auch vor Hunderten von Jahren wussten die Menschen schon, was aromatisches Essen bedeutet. Plätzchen standen mit Sicherheit nicht bei jeder damals lebenden Person auf der alltäglichen Speisekarte – wir dürfen nicht vergessen, dass im Mittelalter geschätzte 90% der Bevölkerung aus Bauern bestand, deren einziger Besitz oft nicht einmal aus dem bisschen Land bestand, das sie bewirtschafteten. Diese Hintergründe dürfen wir nicht außer acht lassen – auch wenn wir uns in diesem Zusammenhang hier in erster Linie mit den kulinarischen Aspekten (genauer: den Rezepten) beschäftigen. Doch nichtsdestotrotz haben wir das Glück, dass uns einige der kleinen Leckereien, die oftmals (und eigentlich immer) in adeligen Kreisen gereicht und genossen wurden, überliefert sind. Dazu gehört das Rezept für Feine Plätzchen, überliefert aus dem England des 16. Jahrhunderts (ganz genau: 1596). Anmerkung: Ich bin mir übrigens über den unter Historikern höchst strittigen Mittelalter-Begriff bewusst – nicht nur, was seine Zeitspanne, sondern auch, was seine …

Fruchtig-nussiger Geburtstagskuchen

Geburtstag zu haben ist etwas Tolles. Für einen Tag ist man im Mittelpunkt der Welt – Familie, Freunde und Bekannte gratulieren, beschenken und widmen einem die volle Aufmerksamkeit. Geburtstag zu haben ist etwas Besonderes, das wir Menschen gerne gebührend feiern. Auch dann, wenn ein Blog Geburtstag hat. Das Geburtstagskind Geburtstag hat Jessis hübscher Blog Jessi’s Schlemmerkitchen – zarte 12 Monate ist er nun geworden. Jessi kocht und backt mit Leidenschaft und hat neben zahlreichen Rezepten, die mit schönen Food-Fotos zum Nachmachen anregen, auch bereits einige Rezensionen zu von ihr lieb gewonnenen Kochbüchern verfasst. Und obwohl der Schwerpunkt nicht auf der pflanzlichen Küche liegt und viele ihrer Rezepte daher nicht vegan sind, empfinde ich Jessis kulinarische Abenteuer immer wieder als spannende Inspiration, die mich anregt, rezepte- und zutatentechnisch in neue Richtungen zu denken. (Ich werde demnächst auf jeden Fall veganisierten Baumkuchen machen!) Und weil Jessi anlässlich ihres ersten Blog-Geburtstages zu einer Blog-Parade aufgerufen hat, möchte ich dieses Geburtstagskuchenrezept, das ich auf dem offline-Geburtstag meiner Schwester getestet habe, widmen. Dieser Geburtstagskuchen erfüllt alle Erwartungen, die ich persönlich …

Mittelalter in vegan: Schottische Knoten

Habt ihr schon einmal Kümmel mit Zucker kombiniert? Ich auch nicht. Doch diese neue Erfahrung ist nur eine, welche die Reise durch mittelalterliche Back- und Kochwelten für den neugierigen Erdenbürger des 21. Jahrhunderts und die experimentierfreudige Köchin bereithält. To make Jumbils a hundred To make Jumbils a hundred soll nach Sara Paston-Williams, die dieses Rezept aus dem 16. Jahrhundert im Book of Historical Recipes niedergeschrieben hat, die Überschrift dieser Leckerei gelautet haben. Nun, hundert Häufchen sind es nicht geworden – doch das Experiment ist insofern ein voller Erfolg, als dass ich euch hier nun eine in heutigen Augen gewagte Zutatenkombination vorstellen darf, deren Ergebnis allerdings überraschend gut schmeckt. Und weil es wunderbar zu lesen ist, habe ich hier auch einmal das überlieferte Originalrezept (das scheinbar wirklich auf 100 Teilchen angelegt ist): Take twenty Egges and put them into a pot both the yolkes and the white, beat them wel, then take a pound of beaten sugar and put to them, and stirre them wel together, then put to it a quarter of a peck of flower, …

Mittelalter in vegan: Kranzbrot

Brot ist etwas Tolles. Etwas zum Verlieben, zum Reinlegen, zum Ganz-Auffuttern. Vor allem, wenn es noch warm ist, gerade aus dem Ofen genommen wurde und die dünne Schicht Pflanzenmargarine traumhaft auf der dampfenden Scheibe verläuft… Ja, ich gerate ins Schwärmen. Das hängt dieses Mal allerdings nicht nur mit meiner ohnehin bekannten Liebe für frischgebackenes Brot zusammen. Sondern auch mit dem beinahe weltbesten der einfachen und schlichten Roggenbrote, dem ich je begegnet bin. Die Rede ist vom mittelalterlichen Kranzbrot, mit dem ich meine Januar-Reihe „Mittelalter in vegan“ eröffnen möchte. (Die Rezepte werde ich nach und nach hier sammeln – oder ihr klickt einfach auf das Bild, dann gelangt ihr ebenfalls zur entsprechenden Übersichtsseite.) Kranzbrot also – oder Krennts von brodt, wie es im Mittelhochdeutschen heißt. Mittelhochdeutsch ist übrigens etwas ganz Faszinierendes. Ich kann euch nur raten: Lest mittelalterliche Romane! Ihr werdet Abenteuer-Welten kennenlernen, die selbst Tolkien vor Neid erblassen lassen! Ein paar Beispiele meiner aktuellen Favoriten*: Parzival (Wolfram von Eschenbach) Erec Iwein (Hartmann von Aue) Das Rolandslied Das Nibelungenlied Tristan (Gottfried von Straßburg) Doch abseits der fantastischen …

Kleine Zwetschgen-Taschen

Gebäcke können unglaublich spannend sein, oder? Bevor man in einen Kuchen oder einen Muffin beißt, weiß man in der Regel nicht, was einen erwartet. Er kann süß, sehr süß, unglaublich süß sein. Er kann mürbe, herzhaft, zart, klebrig, knusprig sein. Oder: gefüllt! Ich habe mit etwas Entsetzen festgestellt, dass die Rezepte für gefüllte Backwaren sich auf diesem Blog noch sehr in Grenzen halten. Und das, wo ich Buchteln, gefüllte Samosas und allerlei Teiglinge und Kuchen mit Füllung – ob süß oder herzhaft – doch so gerne mag! Das muss sich ändern, habe ich mir gedacht. Und wurde wie durch einen Fingerzeig auf das monatlich stattfindende Event „Ich back’s mir“ von Clara auf ihrem Blog tastesherrif aufmerksam. Ich habe mir gleich durch die tollen Beiträge geklickt und da das Motto für diesen letzten Monat des Jahres 2015 „Gefülltes“ lautet, bin ich nun das erste Mal ebenfalls dabei. Mit herrlich mürbig-süßen gefüllten Teiglingen: Den Kleinen Zwetschgen-Taschen. Zu diesem Rezept gibt es eigentlich nur zwei Sätze zu sagen: Ich hatte ein angebrochenes Glas selbstgemachter Zwetschgen-Marmelade im Kühlschrank. Und …

Orientalisches Zupfbrot

Die Weihnachtszeit rückt näher. Und direkt danach steht Silvester vor der Tür – ein neues Jahr will eingeläutet werden. Damit hat neben der „Was-soll-ich-bloß-schenken?“- Frage auch die „Was-soll-ich-bloß-mitbringen?“-Frage wieder einmal alljährliche Konjunktur. Falls ihr auch nicht mehr den typischen (veganen) Nudel- oder Kartoffelsalat auf die desjährige Silvesterparty mitnehmen möchtet, habe ich hier einen Vorschlag für ein partytaugliches Brot für euch: Zupfbrot. Ihr fragt euch nun: „Was hat dieses Zupfbrot Orientalisches an sich?“ Der Grund, weshalb diese Kreation nicht einfach Zupfbrot, sondern Orientalisches Zupfbrot heißt, liegt in seiner Entstehungsgeschichte: Vor einigen Tagen stand ich in der Küche und habe türkische Manti zubereitet. Manti sind kleine, meistens leider mit Hackfleisch gefüllte Teigtäschchen, die ich für unsere Zwecke allerdings veganisiert habe. Nun werden Manti traditionell mit einem Joghurt-Topping und einem zusätzlichen kleinen Topping, das aus einer Tomatenmark-Minze-Soße besteht, serviert. Als ich nun vor einigen Tagen genau diese Soße vorbereitete und meine Gedanken zu meinem nächsten Brotexperiment schweiften, traf es mich beinahe blitzartig: Das, was hier vor mir im Topf schon so verführerisch roch, wäre doch die perfekte Füllung für …

Mandel-Ecken

Ich habe schon mehrfach vegane Nussecken ausprobiert und nach einer perfekten Formel für mich (und Mr. Grünzeug) gesucht. Bisher blieb diese Suche erfolglos – und dann habe ich mit Zuckerrübensirup experimentiert. In Anlehnung an die klassische Nuss-Ecke habe ich eine vegane Mandel-Ecken-Variante kreiert, die ein Geschmackshöhenflug ist. Versprochen. Und ich muss sagen – es war eine kleine Herausforderung, das konventionelle Rezept so anzupassen, dass es weder Unmengen an Industriezucker noch an Margarine enthält und so den Ansprüchen des Clean Eating zumindest zum größten Teil gerecht wird. Aber nach einigen Versuchen habe ich es dann auf dem Papier gehabt – das (aus meiner und Mr. Grünzeugs Sicht) perfekte Vegane-Mandel-Ecken-Rezept. Und falls ihr eure Lieben in der Weihnachtszeit ebenfalls mit diesen kleinen Sünden überraschen möchtet – hier kommt es: Das Rezept In diesem Rezept habe ich zum ersten Mal in meinem Leben mit Birkenzucker* gebacken. Gekannt hatte ich diese fast schon sagenumwobene Zutat schon lange – nur habe ich mich bisher nicht überwinden können, sie mir im Reformhaus zu kaufen, da sie ehrlicherweise doch nicht ganz günstig ist. Aber dann …

Frühstücks-Cookies

Direkt nach dem Aufstehen – das Frühstück ist klein, handlich, griffbereit, gesund, lecker und vor allem: fertig. Besonders, wenn man wenig Zeit hat (unter der Woche für die meisten von uns sicherlich ein chronisches Problem) muss das erste Mahl des Tages manchmal sogar ausfallen. Doch das muss nicht sein. Neben der tollen Möglichkeit, Overnight-Oats bereits am Vorabend vorzubereiten, sodass sie am nächsten Morgen verzehrbereit im Kühlschrank auf euch warten, gibt es für die ganz Süßen unter euch noch eine weitere Möglichkeit, die ich ausprobiert habe und euch heute vorstellen möchte: Frühstücks-Cookies. Ich muss zugeben: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in die Situation gelangen würde, ein Frühstücks-Cookie-Rezept zu veröffentlichen. Denn bisher haben mich Kekse direkt nach dem Aufstehen eher weniger gereizt (genauso wie Kuchen). Doch als ich heute in der Küche stand und einen leicht variieren, aber schon oft gemachten Keksteig zusammenrührte, da schoss mir beim Naschen der Gedanke durch den Kopf, dass dieser nun wirklich perfekt für Frühstücks-Cookies sei. Das Rezept Diese Cookies sind gewissermaßen Müsli im Keksformat. Durch das vollwertige Dinkelmehl machen sie lange satt, …