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[Rezension] Harte Kost

10 Milliarden Menschen werden die Erde voraussichtlich im Jahr 2050 bevölkern. Bereits jetzt leiden knapp 8 Millionen Menschen an Hunger. Agrarwirtschaft und industrielle Massenproduktion sollen uns in Zukunft genügend Nahrungsmittel zur Verfügung stellen. Aber für wen? Und zu welchem Preis? „Harte Kost“ – das klingt nicht nur wie der Thriller, nach dem das Cover des brillant recherchierten Sachbuches von Valentin Thurn und Stefan Kreutzberger aussieht. Das, was wir zu lesen bekommen, ist auch wirklich ein Thriller – und zwar ein beängstigend realistischer. Keine Fiktion der Welt könnte uns vergleichende Gänsehautschauer über den Rücken jagen als jene, die durch die Fakten, die dieses Buch uns präsentiert, ausgelöst werden. Worum geht es? Die Menschen, die auf der Welt leben und ernährt werden wollen, werden immer mehr. Die massenindustrielle Produktion deklariert schnelle, billige und umweltverachtende Lebensmittelproduktion zur einzigen Lösung, den weltweiten Hunger wenn schon nicht in den Griff zu bekommen, so doch wenigstens einzudämmen. Infolge dessen ist ein Großteil der Böden der Erde bereits ausgelaugt, nährstoffarm gemacht durch Pestizide, Hybriddünger und Monokulturen. 40% der Treibhausgase, die für den Klimawandel verantwortlich gemacht …

Ein Trauerfall: Wir haben verlernt, was gutes Essen ist

Wenn ich auf Mehr als Grünzeug! Beiträge veröffentliche und Artikel tippe, dann gebe ich mir immer viel Mühe und lege viele Stunden der Arbeit in jeden einzelnen von ihnen. Und wenn ich für andere schreibe, dann sieht das genauso aus. Und ich liebe es, bei anderen Blogger* innen zu Gast zu sein! Darum – und weil ich sie insgesamt unglaublich sympathisch finde – konnte ich auch nicht ablehnen, als mich Maria von widerstandistzweckmaessig um einen Gastartikel bat. Ob ich mir das vorstellen könnte? Natürlich konnte ich! Mir liegen derzeit viele Themen am Herzen, über die ich schreiben könnte, und die mir gewissermaßen unter den Nägeln brennen. Vieles davon ist noch nicht ganz ausgereift, einiges davon in Planungsphase – die Blogger* innen unter euch wissen wahrscheinlich genau, wovon ich spreche. Doch ein Thema war und ist mir ein besonders wichtiges: unsere Einstellung zum Essen. Und daher wusste ich relativ schnell, dass ich hierüber für Maria und ihren tollen Blog schreiben würde. Nicht nur, dass es thematisch (konsumkritisch) wunderbar ins Konzept passt – auch glaube ich, dass …

Warum du nicht an deinen Lebensmitteln sparen solltest

Hartnäckig hält sich das Gerücht, vegan zu leben sei unglaublich teuer und daher nur für die wohlbetuchte Elite als potentieller Lebensstil infrage kommend. Dass diese Vermutung – also mehr eine Hypothese denn eine These – vollkommen aus der Luft gegriffen ist, haben viele vegan lebende Menschen bereits bewiesen und tun es noch – durch ihr tagtägliches Vorbild. Doch ich möchte fernab dieser Diskussion um schwindelerregend teure Superfoods (denen ich zugegebenermaßen auch verfallen bin) eine wirkliche These aufstellen: Du solltest dir dein Essen etwas kosten lassen! Warum? Das ist verständlicherweise die sofortige und unmittelbare, wenn nicht sogar intuitive Reaktion auf diese steile Behauptung. Ich möchte in diesem Artikel an drei beispielhaften Argumenten erläutern, weshalb ich dieser Auffassung bin. 1. Billiges Essen schadet deiner Gesundheit. D azu müssen wir keine seriösen oder quasi-seriösen Studien bemühen – diese Erkenntnis erschließt sich aus dem reinen Menschenverstand. Theoretisch. Praktisch stehe ich allerdings immer wieder im Supermarkt an der Kasse und übe mich im mentalen Dauer-Kopfschütteln: Da türmen sich Fertigpizzen neben den Literflaschen Cola und Limo, die Aufbackbrötchen für den Sonntag …

„Clean Eating“

Hallo zusammen! 🙂 Heute möchte ich ein paar Gedanken zum „Clean-Eating“- Konzept loswerden. Obwohl ich mich in der Regel nicht mit irgendeinem Ernährungskonzept-Wahn identifizieren kann, ist es doch meistens so, dass ich über kurz oder lang nicht an der ausufernden Berichterstattung auf sämtlichen Social-Media-Kanälen, in Wartezimmer-Zeitschriften, auf Foodblogs, im Fernsehen und so weiter vorbeikomme. Der neue Trend heißt: „Clean Eating“.