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[Kalutscheh Berendsch] Reisplätzchen

Plätzchen – mit Reismehl gebacken. Das klingt zunächst einmal ungewöhnlich und ist es sicher auch. Doch was, wenn ich euch verrate, dass diese glutenfreien kleinen Leckerchen nicht nur gut schmecken, sondern auch im Handumdrehen gemacht sind? Dann sollte es kein Halten mehr geben – zumindest, wenn sich spontaner Besuch angekündigt, die Backlaune sich grummelnd hinter das Sofa verzogen hat oder der Nachwuchs oder eure alltagsgeplagte Seele nach einer süßen Abwechslung verlangt. Also eigentlich – so gut wie immer. In diesem Fall kommen die Kalutscheh Berendsch genau richtig: Sie sind schnell gemacht, würzig-süß, versprechen ein ungewöhnliches Geschmackserlebnis und sind durch die zurückhaltende Süße, die sich lediglich aus dem Ahornsirup speist, sogar fast gesund. Pate für diese Abwandlung stand ein Rezept aus dem Jemen – doch wie so viele andere orientalische Rezepte, so ist auch dieses weit über die Landesgrenzen bekannt und verbreitet. Mr. Grünzeug hat mir jedenfalls felsenfest überzeugt versichert, dass seine Frau Mama genau dieselben Kekse backe – in der türkischen Küche haben sie daher ebenfalls ein festes Standbein und sind gern auf der Kaffeetafel gesehen. Das …

Mittelalter in vegan: Nervenkekse nach Hildegard von Bingen

Ui – ein langer Titel für eigentlich kleine und unscheinbar wirkende Kekschen. Doch der Schein trügt: Wie allem, was die Heilige Hildegard von Bingen entwickelt hat, liegt auch diesen Nervenkeksen eine tiefere Bedeutung inne. Über das Leben und Wirken dieser bewundernswerten Frau habe ich bereits geschrieben – und auch, dass Dinkel ihrer Ansicht nach ein sehr wertvolles Korn ist, das es möglichst umfassend in die eigene Ernährung einzubinden gilt. Da wird auch bei den kleinen Leckerchen zwischendurch keine Ausnahme gemacht – und so verwundert es nicht, dass die von ihr entwickelten Kekse auf einer Dinkelmehl-Grundlage basieren. Warum Nervenkekse? Die Antwort ist so simpel wie naheliegend: Weil die knusprigen Cookies dazu gedacht sind, überstrapazierte Nervenkostüme zu beruhigen. Die Wirkung der Nervenkekse speist sich – so die Heilige Hildegard – aus ihrer starken Gewürzkomponente. Und in der Tat werden hier Nelke, Zimt und Muskat in für den modernen Geschmack unerhörten Mengen verarbeitet. Ich muss gestehen, dass ich bei der Zubereitung zunächst gezögert habe, ob ich wirklich so viel von jedem der Gewürze in den Teig hineingeben soll. Doch …

Mittelalter in vegan: Feine Plätzchen

Wer glaubt, im Mittelalter, dem sogenannten „dunklen Zeitalter“ (ein wissenschaftlich absolut nicht haltbarer Begriff) habe es ausschließlich Haferbrei, Suppe und insgesamt eher geschmacksarme Kost gegeben, der irrt. Auch vor Hunderten von Jahren wussten die Menschen schon, was aromatisches Essen bedeutet. Plätzchen standen mit Sicherheit nicht bei jeder damals lebenden Person auf der alltäglichen Speisekarte – wir dürfen nicht vergessen, dass im Mittelalter geschätzte 90% der Bevölkerung aus Bauern bestand, deren einziger Besitz oft nicht einmal aus dem bisschen Land bestand, das sie bewirtschafteten. Diese Hintergründe dürfen wir nicht außer acht lassen – auch wenn wir uns in diesem Zusammenhang hier in erster Linie mit den kulinarischen Aspekten (genauer: den Rezepten) beschäftigen. Doch nichtsdestotrotz haben wir das Glück, dass uns einige der kleinen Leckereien, die oftmals (und eigentlich immer) in adeligen Kreisen gereicht und genossen wurden, überliefert sind. Dazu gehört das Rezept für Feine Plätzchen, überliefert aus dem England des 16. Jahrhunderts (ganz genau: 1596). Anmerkung: Ich bin mir übrigens über den unter Historikern höchst strittigen Mittelalter-Begriff bewusst – nicht nur, was seine Zeitspanne, sondern auch, was seine …

Glutenfreie Shortbreads mit Schokolade

Shortbreads oder auch Shortbread ist wahrscheinlich das klassische Gebäck Großbritanniens überhaupt. Seit Generationen werden sie zur Tea-Time gereicht. Wer trockenes Gebäck mag, ist hier also genau an der richtigen Adresse.  Diese Kekse sind eine Überraschung für Mr. Grünzeug. Wir haben uns nun ein paar Tage nicht gesehen und leiden selbstredend ein wenig darunter. Und da ich weiß, dass bei Mr. Grünzeug nichts über trockenes Gebäck und trockenen Kuchen geht, habe ich beides für ihn gebacken (der entsprechende Kuchen ist eine Torta Caprese, von der es demnächst ebenfalls ein veganes und gesundes Rezept hier geben wird). Falls ihr auf der Suche nach einem Keks seid, den ich auch prima zur Weihnachtszeit backen könnt und der ein bisschen aus der traditionellen Reihe der Weihnachtsbäckerei herausfällt und gleichzeitig eigentlich wunderbar hineinpasst: Hier habe ich für euch das Rezept für glutenfreie und gesunde Shortbreads. Und weil besonders in der kalten Jahreszeit nichts ohne Schokolade geht: mit Schoko-Stückchen. Hach! ❤ Das Rezept Ich muss gestehen: Meine Shortbreads sind direkt nach dem Herausnehmen aus dem Ofen nicht so mürbig-krümelig, dass sie euch zwischen …

Fruchtige Tannenbäume

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Das ist unbestritten. Doch mögt ihr die schweren, trockenfrüchte-beladenen und zimtigen Gebäcke manchmal wirklich nicht mehr sehen? Und sehnt ihr euch dann nach Keksen, die zumindest etwas weniger mächtig sind? Mir geht es zumindest so. Nach spätestens drei Tagen kann ich keine Stollen, Zimtsterne und dergleichen mehr essen, ohne dass ich mich danach unglaublich beschwert und träge fühle. Denn, Hand auf’s Herz: Auch wenn die Rezepte, die ich euch hier präsentiere, streng vegan sind und sich nach dem Clean Eating richten, heißt das nicht, dass sie kalorienarm wären. Daher ist auch hier – wie bei so vielem Anderen – die Devise: weniger ist mehr. Damit ihr euch und euren Lieben zur nahenden Adventszeit auch kleine Leckereien gönnen könnt, die etwas leichter und bekömmlicher als die restliche Weihnachtsbäckerei sind, habe ich hier ein fruchtiges Rezept für Ausstechkekse für euch. Das Rezept   Durch die Mischung von nussigem Aroma (Cashews) und dem fruchtig-zitronigen Anteil entsteht eine spannende Kombination, die – wie versprochen – nicht so sehr auf den Magen schlägt wie anderes Gebäck. Allerdings kann …

Frühstücks-Cookies

Direkt nach dem Aufstehen – das Frühstück ist klein, handlich, griffbereit, gesund, lecker und vor allem: fertig. Besonders, wenn man wenig Zeit hat (unter der Woche für die meisten von uns sicherlich ein chronisches Problem) muss das erste Mahl des Tages manchmal sogar ausfallen. Doch das muss nicht sein. Neben der tollen Möglichkeit, Overnight-Oats bereits am Vorabend vorzubereiten, sodass sie am nächsten Morgen verzehrbereit im Kühlschrank auf euch warten, gibt es für die ganz Süßen unter euch noch eine weitere Möglichkeit, die ich ausprobiert habe und euch heute vorstellen möchte: Frühstücks-Cookies. Ich muss zugeben: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in die Situation gelangen würde, ein Frühstücks-Cookie-Rezept zu veröffentlichen. Denn bisher haben mich Kekse direkt nach dem Aufstehen eher weniger gereizt (genauso wie Kuchen). Doch als ich heute in der Küche stand und einen leicht variieren, aber schon oft gemachten Keksteig zusammenrührte, da schoss mir beim Naschen der Gedanke durch den Kopf, dass dieser nun wirklich perfekt für Frühstücks-Cookies sei. Das Rezept Diese Cookies sind gewissermaßen Müsli im Keksformat. Durch das vollwertige Dinkelmehl machen sie lange satt, …

No bake Quinoa-Cookies

Quinoa ist etwas Feines. Das von der westlichen Welt neuentdeckte Pseudo-Getreide aus den Anden hat es nicht nur nährwerttechnisch in sich, sondern auch bezüglich seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Meist wird er hierzulande herzhaft genossen (zum Beispiel in Brötchen), was sich bei dem nussig-erdigen Geschmack auch anbietet. Wie sieht es aber mit der süßen Variante aus? Zum Beispiel mit Quinoa-Cookies? Als ich heute in der Küche stand und gerne etwas backen wollte, weil die Apfel-Mandel-Muffins mit Chia gerade zur Neige gegangen waren, sauste mir durch den Kopf, dass ich schon lange nichts mehr mit Quinoa gemacht hatte. Da ich auf eine ausgewogene Ernährung achte und weiß, dass das Pseudogetreide wichtige Nährstoffe (gerade für Veganer* innen) bereitstellt, habe ich mich kurzerhand daran versucht, beide Elemente – Backen und Quinoa – miteinander zu verbinden. Das war erstaunlich leicht und nach kurzer Zeit hatte ich kleine, schmackhafte Leckerbissen vor mir auf dem Tisch liegen: Quinoa-Cookies. Und das Beste daran: Gerade, als ich den Backofen vorheizen wollte, probierte ich etwas von dem Teig – und stellte fest: Das Backen ist hier …

Paranuss-Chocolate-Chip-Cookies nach Attila

Ich habe mir ja kürzlich Vegan for Starters angeschafft und probiere mich aktuell durch sämtliche Rezepte. Heute hat das Bedürfnis nach schokoladigen Cookies von Mr. Grünzeug zum Testen eines der Cookie-Rezepte von Attila geführt. Natürlich – ihr kennt es ja mittlerweile von mir – habe ich einige mehr oder weniger große Veränderungen vorgenommen und die Mengenangaben an (m)einen waage- und messbecherfreien Haushalt angepasst. Das Ergebnis kann sich durchaus schmecken lassen – Zitat Mr. Grünzeug: „Bitte genauso wieder und nichts, gar nichts verändern!“ Dann möchte ich euch mal zeigen, wie „genau so“ ausgesehen hat.