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Raw vegan double layer cake

Ist das nicht ein feiner Titel? Auf Englisch hört sich alles gleich viel spannender und appetitanregender an. Anglizismen voran also – und eingeläutet die Serie der besonders cleanen und irgendwie auch schon rohen Rezepte auf diesem Blog. Eigentlich – also wirklich: eigentlich! – hatte ich ja etwas ganz anderes backen wollen. Der ursprüngliche Plan beim Betreten meiner Küche sah vor, einen Rohkost-Cheesecake zu backen. Das ist aber irgendwie nicht so ganz dem Ergebnis entsprechend. Oder umgekehrt: Das Ergebnis entspricht nicht dem Plan. Wie auch immer – herausgekommen ist ein mindestens ebenso leckerer, unglaublich schöner (wie ich, ohne mir mental auf die Schulter klopfen zu wollen, finde) Rohkostkuchen, der schnell gemacht und randvoll mit guten Zutaten ist. Was ich beispielsweise an Rohkostkuchen liebe (so wenige ich bisher davon selbst kreiert habe – da dürft ihr euch auf weitere Experimente freuen, denn ich habe unglaublichen Spaß dabei, diese Farbfeuerwerke zu gestalten) ist, dass sie ohne Mehl und Zucker auskommen. Und nach Belieben vielerlei verschiedene Früchte, Samen und Nüsse darin verarbeitet werden können. Es gibt bei der Gestaltung von …

[Muhallabia] Mandelbrei

Nachspeisen in Puddingform kennt der gesamte Orient – ob wir nach Afghanistan, in den Irak, den Libanon, nach Jemen oder in die Türkei schauen, Pudding ist stets eine beliebte Leckerei nach dem Essen oder einfach so für zwischendurch. Dabei kann es sich um Reispudding, Milchreis oder Nusspudding handeln. Natürlich sind diese Speisen in der Regel nicht vegan – doch wenn sich eine Veganisierung bei Rezepten lohnt, dann sind es diese. Als bekennende Frühstücksfanatikerin und Schüsselliehaberin musste ich daher früher oder später eines der Puddingrezepte ausprobieren. Und ich war erstaunt: Die Originale kommen ohne künstliche Bindemittel oder Stärke aus dem Chemiebaukasten aus! Gebunden wird die Masse durch – Reismehl. Das Kochbuch studierend (übrigens „Orient – Das Kochbuch“ von Tess Mallos; ein wahrer Wälzer mit unwahrscheinlichen, allerdings nicht veganen Schätzen, die nur auf eine Veganisierung warten), konnte ich es fast nicht glauben. Es ist so einfach, schnellen, leckeren und vergleichsweise gesunden Pudding herzustellen! Ich war – verzeiht mir diese Formulierung – voll von den Socken. Und musste das Rezept sofort umwandeln und ausprobieren. Und was soll ich sagen? Von sämtlichen …

[Vegan orientalisch] Marzipanröllchen

Marzipan. In knusprig-lockerem, blätterteigähnlichem Mantel. Mit Rosenwasser und dem besonderen Mandelaroma. Diese Köstlichkeit kann nur eine Erfindung aus dem Nahen Osten sein. Die orientalische Küche bietet für den pflanzlich lebenden und liebenden Menschen eine ganz besonders große Vielfalt an köstlichen Gerichten. Auch bei den Süßspeisen kommen wir nicht zu kurz – sofern wir sie mit ein paar kleinen Handgriffen veganisieren. Der Februar ist bekanntermaßen den orientalischen Genüssen in veganer Variante gewidmet. Ursprünglich wollte ich hier nur die türkische Küche behandeln, doch sowohl eine eingehende Recherche in meinen Kochbüchern und im Internet sowie ein anregendes Gespräch mit Mr. Grünzeug ergaben sehr schnell, dass sich hier keine genauen Linien zwischen „türkischer“ und „orientalischer“ Küche ziehen lassen. Viele Gerichte und Speisen sind im gesamten Raum des Nahen Ostens bekannt und werden nur in leicht abweichender Form im Libanon, Afghanistan, Iran, Irak, Türkei, Syrien und so weiter gereicht. Daher wurden nun kurzerhand die beiden separaten Monate (der Februar war der türkischen und der Juli der orientalischen Küche im Allgemeinen zugedacht) zusammengelegt. Und das Februar-Thema lautet demnach: Orientalisches in vegan. …

No-bake-Brownies mit Kokosmilch

Wenn der Besuch sich ankündigt und ihr keine Zeit habt, den Ofen anzuwerfen und komplizierte Keks- oder Kuchenrezepte zu verwirklichen – was macht ihr dann? Auf eine erprobte Alternative zurückgreifen? Womöglich sogar auf Fertigprodukte? Das muss nicht sein. Es gibt so viele leckere und gesunde süße Sünden, die ihr blitzschnell und ohne besondere Schwierigkeiten zaubern könnt und die so gut schmecken, dass selbst (Schwieger-)Mama Augen machen wird! Einige der schnellen Rezepte lauten manchmal so: Man nehme eine Rolle Fertigblätterteig, schmiere Schokocreme drauf – fertig. Doch ich finde, auch das muss nicht sein. Denn obwohl das gerade grob umschriebe Schnecken-Rezept vielleicht schnell geht, sieht „gesund“ in meinen Augen immer noch anders aus. Aber auch gesunde Rezepte gibt es in Hülle und Fülle. Und diese haben meist folgende Eigenschaften gemeinsam: Sie sind rohvegan. Sie sind verdammt lecker. Sie benötigen keinen Ofen – dafür aber einen Kühlschrank. Sie bestehen aus guten Zutaten. Solche „guten Zutaten“ sind in der Regel unter anderem folgende (die ihr darum auch immer im Haus haben solltet): Datteln, Feigen oder andere Trockenfrüchte Cashews oder andere …

Mittelalter in vegan: Mandeltörtchen

Auch im Mittelalter konnten die Menschen (diejenigen, die es sich leisten konnten) schon hervorragend schlemmen. Man glaubt es nicht, doch in den vornehmeren Haushalten gab es Festmahle, die jedem heutigen Sternekoch das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen würden. Und gibt es einen krönenderen Abschluss als ein gelungenes Dessert? Und da wir im Hause Grünzeug alles lieben, was mit Nüssen zu tun hat, kam ich um das Zubereiten von Mandeltörtchen (hier gefunden) nicht herum. Ich muss gestehen, dass ich im Nachhinein sehr froh war, mich dieses Rezeptes angenommen und es in vegan und gesund umgewandelt zu haben – denn es hat sich sehr gelohnt! Herausgekommen sind 12 kleine Törtchen, die wunderbar handlich und schnell nebenbei als nicht zu süßer Snack verspeist werden können. Das Rezept Diese Törtchen zählen jetzt schon zu meinen Lieblingsrezepten im Jahr 2016. Denn ihr Geschmack hat mich wirklich vollends überzeugt: Durch das Apfelmark erhalten sie neben der unverkennbar nussigen gleichzeitig eine leicht fruchtig-frische Note, die sich allerdings im Hintergrund hält und nicht zu dominant wird. In diesem Rezept habe ich das erste Mal mit …

Mittelalter in vegan: Feldbrot

Mittelalterliches Brot ist etwas Herrliches. Wirklich. In den alten Rezepten wird dem Brot noch lange Zeit zum Gehen gegeben, werden uns unbekannte Zutatenkombinationen verwendet, wird das Brot zelebriert. Für jemanden wie mich – die passionierte Brotselbstbäckerin ist – nahezu ein Traum. Ich konnte gar nicht genug bekommen beim Durchschauen der Rezepte und beim Lesen der Anleitungen. Eines hörte sich besser an als das nächste und die Entscheidung, welches ich denn nun in die Tat umsetzen wollte, fiel mir schwer. Gewählt habe ich zunächst das Feldbrot. Der Name ist mir ehrlich gesagt nicht selbsterklärend – ich suche noch immer nach einer guten Erläuterung. Vielleicht wegen des herben, leicht säuerlichen Geschmacks, der Assoziationen an das Korn auf dem Feld hervorruft? Oder wegen des hohen Roggenvollkorn-Anteils? Dank toller aufklärender Kommentare von euch, meine lieben Leser* innen, bin ich nun wieder ein wenig schlauer und kann dem Rest von euch nun einen Erklärungsansatz liefern, der unter Umständen zur Namengebung beigetragen hat: Der Name des Feldbrotes leitet sich von seiner Nutzungsweise ab: Da es sehr lange haltbar ist, wurde es …

Kleine Zwetschgen-Taschen

Gebäcke können unglaublich spannend sein, oder? Bevor man in einen Kuchen oder einen Muffin beißt, weiß man in der Regel nicht, was einen erwartet. Er kann süß, sehr süß, unglaublich süß sein. Er kann mürbe, herzhaft, zart, klebrig, knusprig sein. Oder: gefüllt! Ich habe mit etwas Entsetzen festgestellt, dass die Rezepte für gefüllte Backwaren sich auf diesem Blog noch sehr in Grenzen halten. Und das, wo ich Buchteln, gefüllte Samosas und allerlei Teiglinge und Kuchen mit Füllung – ob süß oder herzhaft – doch so gerne mag! Das muss sich ändern, habe ich mir gedacht. Und wurde wie durch einen Fingerzeig auf das monatlich stattfindende Event „Ich back’s mir“ von Clara auf ihrem Blog tastesherrif aufmerksam. Ich habe mir gleich durch die tollen Beiträge geklickt und da das Motto für diesen letzten Monat des Jahres 2015 „Gefülltes“ lautet, bin ich nun das erste Mal ebenfalls dabei. Mit herrlich mürbig-süßen gefüllten Teiglingen: Den Kleinen Zwetschgen-Taschen. Zu diesem Rezept gibt es eigentlich nur zwei Sätze zu sagen: Ich hatte ein angebrochenes Glas selbstgemachter Zwetschgen-Marmelade im Kühlschrank. Und …

Glutenfreie Muffins á la Torta Caprese

Torta Caprese ist ein klassischer Schokoladenkuchen aus dem Mittelmeerraum. Mit ganz viel Zartbitterschokolade und einer guten Portion Gewürz ist er einer der perfekten Kandidaten für einen kuscheligen Winterabend. Doch manchmal ist die handliche Form von Muffins einfach praktischer.  Zum Beispiel, wenn man für eine Feier oder einen Kuchen-Verkauf backt. Da sind Kuchen und Torten sehr arbeitsaufwändig – sie müssen erst einmal auf eine schnittfeste Unterlage gebracht werden (Achtung, Sturzgefahr!), man darf das Schneidewerkzeug nicht vergessen, man muss nachher an die eben erwähnte Unterlage denken, damit sie nicht in den Fundus der nicht abgeholten Gegenstände in irgendeinen Keller wandert… Muffins sind da viel unkomplizierter. Gebacken, handlich, praktisch. Vor allem, wenn man keine Papier-Förmchen, sondern wiederverwendbare Formen nutzt. Neben dem so vermiedenen Teig-am-Papier-Festkleben kommt das dann auch der Umwelt zugute. Backen macht Freu(n)de Ich liebe es, für andere Menschen zu backen. Es gibt nichts Schöneres, als jemanden zu begegnen, der freudig in dein Backwerk beißt und es sich genüsslich auf der Zunge zergehen lässt. „Essen macht Freu(n)de“ – das ist nicht nur so eine dahergesagte Floskel, sondern Realität. Und ein noch schöneres …

Marzipan-Mohn-Kuchen

Jetzt in der Weihnachtszeit gibt es nichts Schöneres, als nach einer anstrengenden Woche einen gemütlichen Backtag einzulegen. Stundenlang wird dann in der Küche Grünzeugs experimentiert und abgeschätzt, verworfen, ergänzt und genascht (natürlich muss direkt danach die obligatorische Sporteinheit eingelegt werden). Und was gibt es, das besser zur Vorweihnachtszeit passt, als ein würzig-fruchtiger Kuchen? Mr. Grünzeug und mein Blog Heute muss ich dazu allerdings noch einige Vorbemerkungen machen. Und zwar geht es um die Rolle von Mr. Grünzeug. Diese ist für die Existenz und Kreativität dieses Blogs nicht zu unterschätzen. Was leistet Mr. Grünzeug für diesen Blog? Zunächst war seine Beteiligung eher passiv-zurückhaltend: „Ja, ein Blog ist eine schöne Sache und solange du Spaß daran hast – warum nicht?“ In letzter Zeit rückt er allerdings vor allem beim Rezepte-Kreieren immer mehr in den Vordergrund. Denn ihr müsst wissen: Mr. Grünzeug ist ein echter Gourmet. Was er alles aus den kompliziertesten Gerichten herausschmeckt, ist eine beinahe göttliche Segnung für mich und meine veganen Koch- und Backexperimente. Denn sämtliche Werke auf Mehr als Grünzeug müssen erst durch die Mr.-Grünzeug-Prüfung und …

Roh-vegane Alfajores und eine Literaturempfehlung

Ich habe mich verliebt. In das Weihnachts-Plätzchen-Backen, in die freudig-warme Stimmung, in die kuscheligen Winterabende. In das gedimmte Licht, in den Duft, der durch die ganze Wohnung zieht und wahlweise Zimt, Mandeln und andere tolle Aromen beinhaltet. In meine Kuscheldecke. In meinen Lieblingssessel. Und in ein Magazin, das ich vor Kurzem (vor etwa einem Monat) für mich entdecken durfte und das ich euch wärmstens ans Herz legen möchte: das Veggie-Journal. Ich habe nun bereits zwei Ausgaben verschlungen – ein anderes Wort trifft es nicht besser – und war bereits von der ersten Ausgabe so angetan, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Doch bevor ich euch eine Lektüreempfehlung ausspreche, muss ich mir meiner Sache sehr sicher sein. Daher habe ich noch einen weiteren Monat – und damit eine weitere Ausgabe – gewartet. Da mich die aktuelle aber ebenso von ihrer Qualität überzeugt hat, lest ihr hier nun meine absolute Kaufempfehlung. Ich habe euch vor einiger Zeit ja bereits das veganmagazin vorgestellt (das mich in Qualität und Aufmachung übrigens ebenfalls sehr überzeugt …