Alle unter orientalisch verschlagworteten Beiträge

Dattelmus selbstgemacht

Die Suche nach dem besten veganen und gleichzeitig gesunden Süßungsmittel hat endlich ein Ende: Dattelmus. Schnell hergestellt, aus nur zwei Zutaten bestehend und wesentlich besser als jeder Zucker es sein könnte! Wer von euch meinen Blog schon seit einer Weile verfolgt, weiß, dass mir die Suche nach der einzigen und perfekten Süßungsmethode eine wichtige Angelegenheit gewesen ist (nicht umsonst wird in meinen Rezepten mal Ahorn- oder Reissirup, mal Agavendicksaft, mal Melasse und mal irgendwas anderes genutzt). Und nach langer Suche und langem Informieren bin ich zu dem Schluss gekommen – nicht zuletzt dank der tollen Inspiration anderer Bloggerinnen (genannt sei hier vor allem Yvonne von Freude am Kochen) -, dass Dattelmus nicht nur die natürlichste und zutatenärmste, sondern damit einhergehend auch die gesündeste Methode ist, Speisen zu süßen. Denn es sind lediglich zwei Zutaten vonnöten (wenn man bei Wasser überhaupt von „Zutat“ sprechen möchte): Datteln und Wasser. Und unter Umständen ein wenig Geduld. Das Rezept   Zur Aufbewahrung kann ich euch nur empfehlen, das Mus umgehend im Kühlschrank zu lagern. Falls das aus irgendwelchen Gründen nicht geht – braucht …

[Hummus] Kichererbsendip reloaded

Hummus – das ist der absolute Proteinkick unter den Dips und derjenige, der uns in Mitteleuropa Lebenden wahrscheinlich als erstes in den Sinn kommt, wenn wir an die orientalische Küche und ihr Fingerfood denken. Kichererbsen – dass das eine ganz tiefe und in allen Speisen wiederfindbare Liebe zwischen mir und diesen Hülsenfrüchten ist, breite ich hier und auf Instagram ja regelmäßig in aller Ausführlichkeit aus (kennt ihr schon meine zahlreichen Kichererbsensalate?). Und da konnte und durfte die pürierte Variante der kleinen pflanzlichen Proteinspender selbstredend in einer Orient-Reihe nicht fehlen. Ich habe lange an einem guten Rezept getüftelt und es hat einige Versuche gebraucht, bis ich vollkommen zufrieden war (und Mr. Grünzeug Blogtauglichkeit attestiert hat) – doch ich glaube, nun habe ich eine gute Variante gefunden. In den Anfängen dieses Blogs habe ich bereits schon einmal ein Hummus-Rezept veröffentlicht – und ich bin erstaunt, wie ähnlich die neue Variante der alten ist, obwohl ich absichtlich nicht das ältere Rezept hinzugezogen, sondern nach Gefühl gearbeitet habe. Was sich verändert hat, ist allerdings doch etwas sehr wesentliches: die Art der …

[Kalutscheh Berendsch] Reisplätzchen

Plätzchen – mit Reismehl gebacken. Das klingt zunächst einmal ungewöhnlich und ist es sicher auch. Doch was, wenn ich euch verrate, dass diese glutenfreien kleinen Leckerchen nicht nur gut schmecken, sondern auch im Handumdrehen gemacht sind? Dann sollte es kein Halten mehr geben – zumindest, wenn sich spontaner Besuch angekündigt, die Backlaune sich grummelnd hinter das Sofa verzogen hat oder der Nachwuchs oder eure alltagsgeplagte Seele nach einer süßen Abwechslung verlangt. Also eigentlich – so gut wie immer. In diesem Fall kommen die Kalutscheh Berendsch genau richtig: Sie sind schnell gemacht, würzig-süß, versprechen ein ungewöhnliches Geschmackserlebnis und sind durch die zurückhaltende Süße, die sich lediglich aus dem Ahornsirup speist, sogar fast gesund. Pate für diese Abwandlung stand ein Rezept aus dem Jemen – doch wie so viele andere orientalische Rezepte, so ist auch dieses weit über die Landesgrenzen bekannt und verbreitet. Mr. Grünzeug hat mir jedenfalls felsenfest überzeugt versichert, dass seine Frau Mama genau dieselben Kekse backe – in der türkischen Küche haben sie daher ebenfalls ein festes Standbein und sind gern auf der Kaffeetafel gesehen. Das …

[Muhallabia] Mandelbrei

Nachspeisen in Puddingform kennt der gesamte Orient – ob wir nach Afghanistan, in den Irak, den Libanon, nach Jemen oder in die Türkei schauen, Pudding ist stets eine beliebte Leckerei nach dem Essen oder einfach so für zwischendurch. Dabei kann es sich um Reispudding, Milchreis oder Nusspudding handeln. Natürlich sind diese Speisen in der Regel nicht vegan – doch wenn sich eine Veganisierung bei Rezepten lohnt, dann sind es diese. Als bekennende Frühstücksfanatikerin und Schüsselliehaberin musste ich daher früher oder später eines der Puddingrezepte ausprobieren. Und ich war erstaunt: Die Originale kommen ohne künstliche Bindemittel oder Stärke aus dem Chemiebaukasten aus! Gebunden wird die Masse durch – Reismehl. Das Kochbuch studierend (übrigens „Orient – Das Kochbuch“ von Tess Mallos; ein wahrer Wälzer mit unwahrscheinlichen, allerdings nicht veganen Schätzen, die nur auf eine Veganisierung warten), konnte ich es fast nicht glauben. Es ist so einfach, schnellen, leckeren und vergleichsweise gesunden Pudding herzustellen! Ich war – verzeiht mir diese Formulierung – voll von den Socken. Und musste das Rezept sofort umwandeln und ausprobieren. Und was soll ich sagen? Von sämtlichen …

[Vegan orientalisch] Pitta-Brot

Wenn es etwas gibt, das wir mit der orientalischen Küche in Verbindung bringen, dann ist es wohl am ehesten das Pitta-Brot, auch Pide genannt. Bestechend in seiner Einfachheit und immer wieder fantastisch im Geschmack, ist es eines der am häufigsten gebackenen Köstlichkeiten in orientalischen Haushalten. Und nicht nur dort. Rezepte für diesen Brotklassiker, den man im nahen und fernen Orient nahezu zu jedem herzhaften Gericht isst, gibt es unzählige. Sie variieren in Zutatenzusammensetzung ebenso wie in der Zubereitungsweise. Und doch ist allen eines gemeinsam: Es werden einfachste Zutaten genutzt, aus denen dann die typisch nicht vollkommen runden und daher so sympathisch anmutenden Brotfladen gebacken werden. Hier möchte ich euch mein persönliches Rezept vorstellen, das durch die Mr. Grünzeug-Probe gelaufen ist. Das bedeutet unter Berücksichtigung seines türkischen Familienhintergrundes soviel wie: Es reicht geschmacklich sehr, sehr nahe an das Original aus Schwiegermamas Haushalt heran. Gibt es ein größeres Kompliment für die eigenen Backkünste, meine Damen, als die Bestätigung, man erreiche das Niveau der unangefochtenen mütterlichen Küche? Wie dem auch sei – für das Rezept habe ich ausschließlich mit Vollkornmehl …

[Vegan orientalisch] Marzipanröllchen

Marzipan. In knusprig-lockerem, blätterteigähnlichem Mantel. Mit Rosenwasser und dem besonderen Mandelaroma. Diese Köstlichkeit kann nur eine Erfindung aus dem Nahen Osten sein. Die orientalische Küche bietet für den pflanzlich lebenden und liebenden Menschen eine ganz besonders große Vielfalt an köstlichen Gerichten. Auch bei den Süßspeisen kommen wir nicht zu kurz – sofern wir sie mit ein paar kleinen Handgriffen veganisieren. Der Februar ist bekanntermaßen den orientalischen Genüssen in veganer Variante gewidmet. Ursprünglich wollte ich hier nur die türkische Küche behandeln, doch sowohl eine eingehende Recherche in meinen Kochbüchern und im Internet sowie ein anregendes Gespräch mit Mr. Grünzeug ergaben sehr schnell, dass sich hier keine genauen Linien zwischen „türkischer“ und „orientalischer“ Küche ziehen lassen. Viele Gerichte und Speisen sind im gesamten Raum des Nahen Ostens bekannt und werden nur in leicht abweichender Form im Libanon, Afghanistan, Iran, Irak, Türkei, Syrien und so weiter gereicht. Daher wurden nun kurzerhand die beiden separaten Monate (der Februar war der türkischen und der Juli der orientalischen Küche im Allgemeinen zugedacht) zusammengelegt. Und das Februar-Thema lautet demnach: Orientalisches in vegan. …

Mittelalter in vegan: Kleine Dattel-Torte

Obgleich das Mittelalter viele Gerichte kennt, die wenig süß bis (für heutige Gaumen) nahezu ohne identifizierbaren Geschmack sind, finden wir in den Rezeptsammlungen ebenfalls herrlich süße Kreationen für Pasteten, Desserts – und Torten. Obwohl der mittelalterliche Monat eigentlich schon vorbei ist, habe ich noch ein Rezept für euch zu diesem Thema in petto, das ich nicht vorenthalten möchte: eine Datteltorte! Datteln gehören zu den Früchten, die das europäische Mittelalter dem kulinarischen Einfluss aus dem Orient verdankt. Als ich das Rezept für die kleine Datteltorte hier entdeckt habe, konnte ich gar nicht anders, als sie umgehend zu backen. Obwohl ich normalerweise nicht gerne Torten herstelle geschweige denn selbst esse, hat mich diese hier vor allem aufgrund ihrer fehlenden Sahneschicht überzeugt. Denn diese kalorienbombigen Zutaten konventioneller Torten mag ich nicht besonders gerne haben und mache daher stets einen großen Bogen um Backwerke mit diesen Inhaltsstoffen. (Abgesehen davon sind diese Zutaten denkbar ungeeignet für eine Ernährung, die sich am Clean Eating orientiert.) Da dieses Dattelkunstwerk nun aber gerade ohne böse Sahnetoppings, Puddingfüllungen und Ähnlichem auskommt, ist sie ein perfekter …

Orientalisches Zupfbrot

Die Weihnachtszeit rückt näher. Und direkt danach steht Silvester vor der Tür – ein neues Jahr will eingeläutet werden. Damit hat neben der „Was-soll-ich-bloß-schenken?“- Frage auch die „Was-soll-ich-bloß-mitbringen?“-Frage wieder einmal alljährliche Konjunktur. Falls ihr auch nicht mehr den typischen (veganen) Nudel- oder Kartoffelsalat auf die desjährige Silvesterparty mitnehmen möchtet, habe ich hier einen Vorschlag für ein partytaugliches Brot für euch: Zupfbrot. Ihr fragt euch nun: „Was hat dieses Zupfbrot Orientalisches an sich?“ Der Grund, weshalb diese Kreation nicht einfach Zupfbrot, sondern Orientalisches Zupfbrot heißt, liegt in seiner Entstehungsgeschichte: Vor einigen Tagen stand ich in der Küche und habe türkische Manti zubereitet. Manti sind kleine, meistens leider mit Hackfleisch gefüllte Teigtäschchen, die ich für unsere Zwecke allerdings veganisiert habe. Nun werden Manti traditionell mit einem Joghurt-Topping und einem zusätzlichen kleinen Topping, das aus einer Tomatenmark-Minze-Soße besteht, serviert. Als ich nun vor einigen Tagen genau diese Soße vorbereitete und meine Gedanken zu meinem nächsten Brotexperiment schweiften, traf es mich beinahe blitzartig: Das, was hier vor mir im Topf schon so verführerisch roch, wäre doch die perfekte Füllung für …

Orientalisches Hirse-Frühstück

Es ist Wochenende und ich habe mir dementsprechend – wie es viele von euch wahrscheinlich von sich ebenso kennen – viel Zeit für das Frühstück genommen. Das Wochenende ist meist die Zeit, in der ich neue Frühstücks-Ideen in aller Ruhe in die Tat umsetzen und für mich geschmacklich bewerten sowie – falls ich sie wirklich gut finde – anschließend mit euch teilen kann. Und hier habe ich nun wieder ein solches Rezept – einen orientalisch angehauchten Frühstücksbrei. Warum „orientalisch angehaucht„? – Nun, in mir wecken sowohl das Kokoswasser, das als flüssige Basis verwendet wird, als auch die Kombination von Kaki, Kurkuma und Zimt zusammen irgendwie morgenländisches Frühstücks-Feeling. Und der Kurkuma, der wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften eigentlich hierzulande viel häufiger auf den Tisch kommen sollte, verleiht dem normalerweise eher farblos bis leicht bräunlichem Brei eine schöne, fröhliche und goldene Note – als ob die Sonne in der Frühstücksschale aufginge. Das Rezept Kokoswasser ist eine Zutat, die ich relativ neu für mich entdeckt habe (an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an mezzo von do the simple shit!) …

Hummus

Hummus ist in unserem Haushalt – wie in vielen anderen vegetarisch bis vegan lebenden Familien – ein regelmäßig wiederkehrender Gast auf unserem Essenstisch. Ob als Dip zum Brot, als Soßenverfeinerer oder einfach pur: Wir lieben diese arabisch-türkische Kichererbsenpaste. Und darum gibt es an dieser Stelle mal ein Rezept dazu – nicht, dass es nicht schon unzählige (richtig tolle) Anleitungen für die Herstellung von Hummus im Internet geben würde. Aber was wäre dies erstens für eine Dokumentation meiner veganen Reise, wenn ich diese Hauptzutat darin wegließe – und zweitens: Was wäre dies für ein veganer Foodblog? So ganz ohne Hummus-Rezept? Genau: Irgendetwas würde fehlen.  Daher nun an dieser Stelle: mein Hummus-Rezept. Das Rezept Nach Mr. Grünzeugs Urteil schmeckt diese Variante des Hummus exakt „so wie sie soll“ – also genau wie diejenige, die traditionell in der Türkei gereicht wird. Dann wünsche ich euch einen guten Appetit und viel Spaß beim Nachmachen! ❤