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Einfache Bohnen-Tomaten-Pfanne

Folgende Situation: Abends kommt ihr müde, erschöpft und eventuell auch leicht gereizt vom stressigen Tag mit einem Bärenhunger nach Hause. Was landet im Kochtopf? Wird überhaupt gekocht? – Hoffentlich! Denn es gibt so viele Gerichte, die pflanzlich und schnell zubereitet sind, dass es schade um den tollen Geschmack und eure Gesundheit wäre, wenn ihr nun auf Fertigprodukte zurückgreifen würdet. So viele, dass ich mich zunächst ein wenig gescheut habe, dieses Rezept zu veröffentlichen – denn es ist so leicht und schnell zubereitet und erfordert eigentlich fast keine Kreativität. Frei nach dem Motto: „Aus dem (Kühl-) Schrank und rein in die Pfanne!“. Doch ich finde, Inspiration ist stets auch in kleinen Dingen versteckt – und daher gibt es hier nun auch einige simple Rezepte für schnelle und unkomplizierte Hauptgerichte. Ein Beispiel ist das folgende Bohnengericht, das wirklich schnell in einer Pfanne zusammengerührt und lecker angerichtet ist. Das Schöne daran: Durch die riesige Portion weißer Bohnen ist euer Proteinbedarf für den Tag gleich gedeckt – und ihr werdet nebenbei auch noch schnell satt.  Außerdem: Tomatiger Geschmack passt immer und zu …

[Werbung] Smoothie to go – 100% gesund, vegan und bio

Wer kennt es nicht – der Vorsatz, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, ist da. Und dann grätscht der Alltag dazwischen. Sehr brutal werden so die besten Absichten wieder zunichte gemacht und wir landen in der Mittagspause vor dem Pommesstand. Das Unterwegs-Dilemma Das muss nicht sein. Wirklich nicht. Neben zahlreichen tollen Möglichkeiten, die ihr habt, euch im Vorfeld gesundes Essen einzupacken und mit ausreichend Proviant zu versorgen (ich habe das hier ausführlicher beschrieben), gibt es auch gesunde Alternativen, die ihr unterwegs erwerben könnt, falls selbst die beste Planung aus irgendwelchen Gründen ins Wasser gefallen ist oder ihr einfach etwas für den kleinen Hunger zwischendurch braucht. Zahlreiche abgepackte Salate und Smoothies gibt es bereits auf dem Markt, sodass die Auswahl für ein gesundes Mittagessen hier schwer fällt. Doch abgesehen davon, dass die meisten dieser to-go-Varianten in Plastik abgepackt und daher weder eurem Müllvermeidungskarma noch eurer Gesundheit sonderlich zuträglich sind, sind in vielen Kalorienfallen (das Dressing im Salat, der zugesetzte Zucker im herrlich bunten Smoothie) als zusätzliches Hindernis auf dem Weg zum gesunden Snack eingebaut. Eine Lösung: SMOOZUP! Das auch …

Raw vegan double layer cake

Ist das nicht ein feiner Titel? Auf Englisch hört sich alles gleich viel spannender und appetitanregender an. Anglizismen voran also – und eingeläutet die Serie der besonders cleanen und irgendwie auch schon rohen Rezepte auf diesem Blog. Eigentlich – also wirklich: eigentlich! – hatte ich ja etwas ganz anderes backen wollen. Der ursprüngliche Plan beim Betreten meiner Küche sah vor, einen Rohkost-Cheesecake zu backen. Das ist aber irgendwie nicht so ganz dem Ergebnis entsprechend. Oder umgekehrt: Das Ergebnis entspricht nicht dem Plan. Wie auch immer – herausgekommen ist ein mindestens ebenso leckerer, unglaublich schöner (wie ich, ohne mir mental auf die Schulter klopfen zu wollen, finde) Rohkostkuchen, der schnell gemacht und randvoll mit guten Zutaten ist. Was ich beispielsweise an Rohkostkuchen liebe (so wenige ich bisher davon selbst kreiert habe – da dürft ihr euch auf weitere Experimente freuen, denn ich habe unglaublichen Spaß dabei, diese Farbfeuerwerke zu gestalten) ist, dass sie ohne Mehl und Zucker auskommen. Und nach Belieben vielerlei verschiedene Früchte, Samen und Nüsse darin verarbeitet werden können. Es gibt bei der Gestaltung von …

Dattelmus selbstgemacht

Die Suche nach dem besten veganen und gleichzeitig gesunden Süßungsmittel hat endlich ein Ende: Dattelmus. Schnell hergestellt, aus nur zwei Zutaten bestehend und wesentlich besser als jeder Zucker es sein könnte! Wer von euch meinen Blog schon seit einer Weile verfolgt, weiß, dass mir die Suche nach der einzigen und perfekten Süßungsmethode eine wichtige Angelegenheit gewesen ist (nicht umsonst wird in meinen Rezepten mal Ahorn- oder Reissirup, mal Agavendicksaft, mal Melasse und mal irgendwas anderes genutzt). Und nach langer Suche und langem Informieren bin ich zu dem Schluss gekommen – nicht zuletzt dank der tollen Inspiration anderer Bloggerinnen (genannt sei hier vor allem Yvonne von Freude am Kochen) -, dass Dattelmus nicht nur die natürlichste und zutatenärmste, sondern damit einhergehend auch die gesündeste Methode ist, Speisen zu süßen. Denn es sind lediglich zwei Zutaten vonnöten (wenn man bei Wasser überhaupt von „Zutat“ sprechen möchte): Datteln und Wasser. Und unter Umständen ein wenig Geduld. Das Rezept   Zur Aufbewahrung kann ich euch nur empfehlen, das Mus umgehend im Kühlschrank zu lagern. Falls das aus irgendwelchen Gründen nicht geht – braucht …

[Kalutscheh Berendsch] Reisplätzchen

Plätzchen – mit Reismehl gebacken. Das klingt zunächst einmal ungewöhnlich und ist es sicher auch. Doch was, wenn ich euch verrate, dass diese glutenfreien kleinen Leckerchen nicht nur gut schmecken, sondern auch im Handumdrehen gemacht sind? Dann sollte es kein Halten mehr geben – zumindest, wenn sich spontaner Besuch angekündigt, die Backlaune sich grummelnd hinter das Sofa verzogen hat oder der Nachwuchs oder eure alltagsgeplagte Seele nach einer süßen Abwechslung verlangt. Also eigentlich – so gut wie immer. In diesem Fall kommen die Kalutscheh Berendsch genau richtig: Sie sind schnell gemacht, würzig-süß, versprechen ein ungewöhnliches Geschmackserlebnis und sind durch die zurückhaltende Süße, die sich lediglich aus dem Ahornsirup speist, sogar fast gesund. Pate für diese Abwandlung stand ein Rezept aus dem Jemen – doch wie so viele andere orientalische Rezepte, so ist auch dieses weit über die Landesgrenzen bekannt und verbreitet. Mr. Grünzeug hat mir jedenfalls felsenfest überzeugt versichert, dass seine Frau Mama genau dieselben Kekse backe – in der türkischen Küche haben sie daher ebenfalls ein festes Standbein und sind gern auf der Kaffeetafel gesehen. Das …

[Muhallabia] Mandelbrei

Nachspeisen in Puddingform kennt der gesamte Orient – ob wir nach Afghanistan, in den Irak, den Libanon, nach Jemen oder in die Türkei schauen, Pudding ist stets eine beliebte Leckerei nach dem Essen oder einfach so für zwischendurch. Dabei kann es sich um Reispudding, Milchreis oder Nusspudding handeln. Natürlich sind diese Speisen in der Regel nicht vegan – doch wenn sich eine Veganisierung bei Rezepten lohnt, dann sind es diese. Als bekennende Frühstücksfanatikerin und Schüsselliehaberin musste ich daher früher oder später eines der Puddingrezepte ausprobieren. Und ich war erstaunt: Die Originale kommen ohne künstliche Bindemittel oder Stärke aus dem Chemiebaukasten aus! Gebunden wird die Masse durch – Reismehl. Das Kochbuch studierend (übrigens „Orient – Das Kochbuch“ von Tess Mallos; ein wahrer Wälzer mit unwahrscheinlichen, allerdings nicht veganen Schätzen, die nur auf eine Veganisierung warten), konnte ich es fast nicht glauben. Es ist so einfach, schnellen, leckeren und vergleichsweise gesunden Pudding herzustellen! Ich war – verzeiht mir diese Formulierung – voll von den Socken. Und musste das Rezept sofort umwandeln und ausprobieren. Und was soll ich sagen? Von sämtlichen …

[Vegan orientalisch] Marzipanröllchen

Marzipan. In knusprig-lockerem, blätterteigähnlichem Mantel. Mit Rosenwasser und dem besonderen Mandelaroma. Diese Köstlichkeit kann nur eine Erfindung aus dem Nahen Osten sein. Die orientalische Küche bietet für den pflanzlich lebenden und liebenden Menschen eine ganz besonders große Vielfalt an köstlichen Gerichten. Auch bei den Süßspeisen kommen wir nicht zu kurz – sofern wir sie mit ein paar kleinen Handgriffen veganisieren. Der Februar ist bekanntermaßen den orientalischen Genüssen in veganer Variante gewidmet. Ursprünglich wollte ich hier nur die türkische Küche behandeln, doch sowohl eine eingehende Recherche in meinen Kochbüchern und im Internet sowie ein anregendes Gespräch mit Mr. Grünzeug ergaben sehr schnell, dass sich hier keine genauen Linien zwischen „türkischer“ und „orientalischer“ Küche ziehen lassen. Viele Gerichte und Speisen sind im gesamten Raum des Nahen Ostens bekannt und werden nur in leicht abweichender Form im Libanon, Afghanistan, Iran, Irak, Türkei, Syrien und so weiter gereicht. Daher wurden nun kurzerhand die beiden separaten Monate (der Februar war der türkischen und der Juli der orientalischen Küche im Allgemeinen zugedacht) zusammengelegt. Und das Februar-Thema lautet demnach: Orientalisches in vegan. …

No-bake-Brownies mit Kokosmilch

Wenn der Besuch sich ankündigt und ihr keine Zeit habt, den Ofen anzuwerfen und komplizierte Keks- oder Kuchenrezepte zu verwirklichen – was macht ihr dann? Auf eine erprobte Alternative zurückgreifen? Womöglich sogar auf Fertigprodukte? Das muss nicht sein. Es gibt so viele leckere und gesunde süße Sünden, die ihr blitzschnell und ohne besondere Schwierigkeiten zaubern könnt und die so gut schmecken, dass selbst (Schwieger-)Mama Augen machen wird! Einige der schnellen Rezepte lauten manchmal so: Man nehme eine Rolle Fertigblätterteig, schmiere Schokocreme drauf – fertig. Doch ich finde, auch das muss nicht sein. Denn obwohl das gerade grob umschriebe Schnecken-Rezept vielleicht schnell geht, sieht „gesund“ in meinen Augen immer noch anders aus. Aber auch gesunde Rezepte gibt es in Hülle und Fülle. Und diese haben meist folgende Eigenschaften gemeinsam: Sie sind rohvegan. Sie sind verdammt lecker. Sie benötigen keinen Ofen – dafür aber einen Kühlschrank. Sie bestehen aus guten Zutaten. Solche „guten Zutaten“ sind in der Regel unter anderem folgende (die ihr darum auch immer im Haus haben solltet): Datteln, Feigen oder andere Trockenfrüchte Cashews oder andere …

Mittelalter in vegan: Nervenkekse nach Hildegard von Bingen

Ui – ein langer Titel für eigentlich kleine und unscheinbar wirkende Kekschen. Doch der Schein trügt: Wie allem, was die Heilige Hildegard von Bingen entwickelt hat, liegt auch diesen Nervenkeksen eine tiefere Bedeutung inne. Über das Leben und Wirken dieser bewundernswerten Frau habe ich bereits geschrieben – und auch, dass Dinkel ihrer Ansicht nach ein sehr wertvolles Korn ist, das es möglichst umfassend in die eigene Ernährung einzubinden gilt. Da wird auch bei den kleinen Leckerchen zwischendurch keine Ausnahme gemacht – und so verwundert es nicht, dass die von ihr entwickelten Kekse auf einer Dinkelmehl-Grundlage basieren. Warum Nervenkekse? Die Antwort ist so simpel wie naheliegend: Weil die knusprigen Cookies dazu gedacht sind, überstrapazierte Nervenkostüme zu beruhigen. Die Wirkung der Nervenkekse speist sich – so die Heilige Hildegard – aus ihrer starken Gewürzkomponente. Und in der Tat werden hier Nelke, Zimt und Muskat in für den modernen Geschmack unerhörten Mengen verarbeitet. Ich muss gestehen, dass ich bei der Zubereitung zunächst gezögert habe, ob ich wirklich so viel von jedem der Gewürze in den Teig hineingeben soll. Doch …

Mittelalter in vegan: Feldbrot

Mittelalterliches Brot ist etwas Herrliches. Wirklich. In den alten Rezepten wird dem Brot noch lange Zeit zum Gehen gegeben, werden uns unbekannte Zutatenkombinationen verwendet, wird das Brot zelebriert. Für jemanden wie mich – die passionierte Brotselbstbäckerin ist – nahezu ein Traum. Ich konnte gar nicht genug bekommen beim Durchschauen der Rezepte und beim Lesen der Anleitungen. Eines hörte sich besser an als das nächste und die Entscheidung, welches ich denn nun in die Tat umsetzen wollte, fiel mir schwer. Gewählt habe ich zunächst das Feldbrot. Der Name ist mir ehrlich gesagt nicht selbsterklärend – ich suche noch immer nach einer guten Erläuterung. Vielleicht wegen des herben, leicht säuerlichen Geschmacks, der Assoziationen an das Korn auf dem Feld hervorruft? Oder wegen des hohen Roggenvollkorn-Anteils? Dank toller aufklärender Kommentare von euch, meine lieben Leser* innen, bin ich nun wieder ein wenig schlauer und kann dem Rest von euch nun einen Erklärungsansatz liefern, der unter Umständen zur Namengebung beigetragen hat: Der Name des Feldbrotes leitet sich von seiner Nutzungsweise ab: Da es sehr lange haltbar ist, wurde es …