Alle unter würzig verschlagworteten Beiträge

Emmer-Ringe

Habt ihr schon einmal etwas von Emmer gehört? Nein? – Ich bis vor Kurzem auch nicht. Doch hier kommt mir eines meiner liebsten Hobbys – das Stöbern in Lebensmittelläden – zugute: Denn als ich vor einigen Monaten im Superbiomarkt meines Vertrauens durch die Regale stromerte, um neue Inspiration für zukünftige Back- und Kochvorhaben zu gewinnen, da lachte es mich an, das Emmer-Vollkornmehl. Was ist Emmer? Emmer – auch Zweikorn genannt – ist ein uraltes Getreide und gilt als Vorfahre des Hartweizens. Wegen seiner ursprünglichen Geschmacksstruktur wurde Emmer in jüngster Zeit wiederentdeckt. (Auskunft auf meiner Mehlpackung) Es handelt sich hierbei um ein ganz besonderes Mehl: Emmer-Vollkornmehl* hat so viele positive Nährstoffeigenschaften, dass es zu den gesündesten Mehlsorten überhaupt zählt. Leider ist der Anbau von Emmer, der auch in Deutschland lange florierte, nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend eingestellt worden, sodass Emmer-Mehl zwar eines der gesündesten, aber leider auch gleichzeitig eines der teuersten Mehle ist (ich habe für meine 500g-Packung beispielsweise rund 3 € gezahlt). Für alle, die es genau wissen möchten, ist hier das grobe Nährstoffprofil des Emmer-Mehls aufgeführt: …

Glutenfreie Muffins á la Torta Caprese

Torta Caprese ist ein klassischer Schokoladenkuchen aus dem Mittelmeerraum. Mit ganz viel Zartbitterschokolade und einer guten Portion Gewürz ist er einer der perfekten Kandidaten für einen kuscheligen Winterabend. Doch manchmal ist die handliche Form von Muffins einfach praktischer.  Zum Beispiel, wenn man für eine Feier oder einen Kuchen-Verkauf backt. Da sind Kuchen und Torten sehr arbeitsaufwändig – sie müssen erst einmal auf eine schnittfeste Unterlage gebracht werden (Achtung, Sturzgefahr!), man darf das Schneidewerkzeug nicht vergessen, man muss nachher an die eben erwähnte Unterlage denken, damit sie nicht in den Fundus der nicht abgeholten Gegenstände in irgendeinen Keller wandert… Muffins sind da viel unkomplizierter. Gebacken, handlich, praktisch. Vor allem, wenn man keine Papier-Förmchen, sondern wiederverwendbare Formen nutzt. Neben dem so vermiedenen Teig-am-Papier-Festkleben kommt das dann auch der Umwelt zugute. Backen macht Freu(n)de Ich liebe es, für andere Menschen zu backen. Es gibt nichts Schöneres, als jemanden zu begegnen, der freudig in dein Backwerk beißt und es sich genüsslich auf der Zunge zergehen lässt. „Essen macht Freu(n)de“ – das ist nicht nur so eine dahergesagte Floskel, sondern Realität. Und ein noch schöneres …

Marzipan-Mohn-Kuchen

Jetzt in der Weihnachtszeit gibt es nichts Schöneres, als nach einer anstrengenden Woche einen gemütlichen Backtag einzulegen. Stundenlang wird dann in der Küche Grünzeugs experimentiert und abgeschätzt, verworfen, ergänzt und genascht (natürlich muss direkt danach die obligatorische Sporteinheit eingelegt werden). Und was gibt es, das besser zur Vorweihnachtszeit passt, als ein würzig-fruchtiger Kuchen? Mr. Grünzeug und mein Blog Heute muss ich dazu allerdings noch einige Vorbemerkungen machen. Und zwar geht es um die Rolle von Mr. Grünzeug. Diese ist für die Existenz und Kreativität dieses Blogs nicht zu unterschätzen. Was leistet Mr. Grünzeug für diesen Blog? Zunächst war seine Beteiligung eher passiv-zurückhaltend: „Ja, ein Blog ist eine schöne Sache und solange du Spaß daran hast – warum nicht?“ In letzter Zeit rückt er allerdings vor allem beim Rezepte-Kreieren immer mehr in den Vordergrund. Denn ihr müsst wissen: Mr. Grünzeug ist ein echter Gourmet. Was er alles aus den kompliziertesten Gerichten herausschmeckt, ist eine beinahe göttliche Segnung für mich und meine veganen Koch- und Backexperimente. Denn sämtliche Werke auf Mehr als Grünzeug müssen erst durch die Mr.-Grünzeug-Prüfung und …

Panforte di Siena

Wann, wenn nicht an Weihnachten und in der Vorweihnachtszeit, ist der passende Moment, über den kulinarischen Tellerrand zu schauen? Denn abseits von den geliebten Lebkuchen, den Engelsaugen und dem Dresdner Stollen gibt es auch in den Küchen anderer Länder inspirierende Weihnachts-Gebäcke zu entdecken. Zum Beispiel in Italien. Genauer: in der Toskana. Noch genauer: in Siena. Was ist Panforte di Siena? Panforte di Siena bedeutet übersetzt: Früchtebrot aus Siena. Und um nichts anderes handelt es sich hier. „Der zu Weihnachten beliebte Gewürzkuchen Panforte aus der toskanischen Stadt Sina ist mit mittelalterlichen Rezepten wie Lebkuchen verwandt. Entwickelt hat er sich aus einer Art Früchtebrot, die nahrhafte und haltbare Speiser für den Winter war. Später wurde das Rezept mit Gewürzen verfeinert, die unter anderem in Sina gehandelt wurden.“ (Quelle: Das Backbuch. Die besten Rezepte aus aller Welt.) Panforte di Siena ist demnach ein reichhaltiger Kuchen, der sich vor allem durch die herzhaft-süße Mischung aus zahlreichen Nüssen und Trockenfrüchten auszeichnet. Das Originalrezept enthält leider sehr viel Honig, der in der veganisierten Version natürlich ersetzt werden muss. Da ich im Moment …

Tomatenmark-Pesto-Kuchen

Nachdem ich nun eine Weile lang altbewährte Brot- und Brötchen-Rezepte wiederholt gebacken habe – einige davon, damit ich sie endlich einmal für euch veröffentlichen kann – war die Zeit wieder mehr als reif für eine neue Kreation. Etwas, das ich bisher noch nicht im herzhaften Backen ausprobiert hatte. Da wir im Hause Grünzeug tomatenmark-verliebt sind, lag die Idee nahe, einmal ein Brot auf dieser Basis herzustellen. Und da ich es eilig hatte – das Wunder musste innerhalb von 30 Minuten fertig sein, da ich mal wieder vergessen hatte, den Teig morgens vor dem Aus-dem-Haus-Gehen anzusetzen, ist es mangels Hefe und/oder Sauerteig kein richtige Brot, sondern vielmehr ein herzhafter Kuchen geworden (ihr kennt das Prinzip ja schon vom Herzhaften Kürbis-Erdnuss-Kuchen). Außerdem habe ich zum ersten Mal einen Brotteig auf der Basis von Tomatenmark hergestellt. Das liegt unter anderem darin begründet, dass ich ein richtig, richtig gutes Tomatenmark beim türkischen Lebensmittelhändler meines Vertrauens im Regal gefunden habe, in das ich mich wirklich verliebt habe und das ich andauernd pur essen könnte. Dass diese leckere Zutat also früher oder …

Warmer Kürbisstampf mit Granatapfelkernen

Ihr kennt sie bestimmt auch – die Tage, an denen man besser im Bett geblieben wäre, weil einfach alles schiefläuft. So einen Tag habe ich heute. Bereits Minuten, nachdem ich den ersten Fuß unter der Bettdecke vorgestreckt hatte, reihte sich ein Ärgernis an das nächste. Und die beste Waffe, um so einem Tag entgegenzutreten, ist Soulfood. Also so richtig leckeres Essen. Und da im Moment gerade Kürbis-Hochsaison ist, habe ich selbstredend immer ein Exemplar zuhause. Meistens Hokkaido – dieser ist mir der liebste. Und meistens ist dieser Hokkaido ein kleineres Exemplar, sodass er genau für ein Ein-Personen-Gericht ausreicht. (Mr. Grünzeug ist beim besten Willen nicht zum Verzehr von Kürbis zu animieren – egal, wie kunstvoll und schmackhaft ich die Gerichte gestalte.) Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf die Idee gekommen bin, analog zum geliebten selbstgemachten Kartoffelstampf zum Mittag einen Kürbisstampf zuzubereiten. Aber so weit weg liegt dieser Gedanke eigentlich nun auch nicht. Die Granatapfelkerne fanden ihren Weg in den Kürbis-Brei, weil vom Frühstück noch ein halber Granatapfel im Kühlschrank seiner weiteren Verarbeitung …

Pesto aus weißen Bohnen und Oliven

Es gibt doch immer wieder frisches Brot bei uns – und ihr treuen Leser*innen wisst, dass dann der Schritt zum nächsten selbstgemachten Pesto oder Aufstrich in der Regel nicht weit ist. Diesmal habe ich wieder einmal mit weißen Bohnen experimentiert. Nach kurzer Überlegung wusste ich auch, was die zweite Hauptkomponente sein sollte: schwarze Oliven! Ich hatte schon lange kein Pesto mehr gemacht, dass sowohl den leckeren Bohnengeschmack als auch das zartherbe Aroma von Oliven miteinander kombiniert. Daher wurde es wieder einmal höchste Zeit. Das Rezept habe ich heute zum ersten Mal extra für euch notiert. Freut euch auf einen mediterranen Brotbelag oder Soßenverfeinerer, der beinahe für jedes herzhafte Backwerk und für jedes südlich-orientalische Gericht geeignet ist! Das Rezept Ich gebe dieses Pesto auch ganz gerne über Vollkornpasta oder mische es in Nudelsoßen und Eintöpfe, wenn ich das Gefühl habe, dass eine spezielle Note fehlt. Meist erweist sich das Pesto aus weißen Bohnen und Oliven dann als genau die richtige Wahl. Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und einen guten Appetit! ❤

Mandelkuchen

Ihr habt bestimmt schon einmal vom Mallorquinischen Mandelkuchen gehört, oder? Dieser besonders schmackhafte Nusskuchen wird manchmal auf einfach Spanischer Mandelkuchen genannt und gehört zu den besten, die ich je essen durfte. Leider besteht das Originalrezept zu einem Großteil aus Eiern. Die gilt es in der veganisierten Variante zu ersetzen, ohne dass der Teig seine Bindung und Fluffigkeit verliert. Ich habe heute folgendes Rezept für euch, das ich in einem meiner Rezeptbücher gefunden und gleich einmal meinen aktuellen Bedürfnissen angepasst habe. Das Endprodukt war ein schmackhafter und aromatischer Mandelkuchen, der sowohl mich als auch meine Familie, die heute auf Überraschungsbesuch bei uns war, sehr überzeugt hat. Die Menge reicht für eine kleine Springform á 16cm Durchschnitt. Das Rezept Der Kuchen, den ihr am Ende erhaltet, ist wunderbar nussig und hat eine lockere, weiche Konsistenz. Und er kann geschmacklich durchaus mit dem „Original“ mithalten. Probiert es gerne aus! Ich wünsche euch einen guten Appetit! ❤

Kurkuma-Aufstrich

Hallo zusammen! 🙂 Kennt ihr das auch? Ihr wolltet eigentlich nur mal kurz in die Küche, schnell ein neues Basic-Rezept, das ihr irgendwo gesehen, notiert und dann wieder für eine Weile vergessen hattet, ausprobieren? Und irgendwie arbeitet ihr komplett an diesem Rezept vorbei, sodass am Ende eurer Arbeit ein ganz anderes Produkt herauskommt als ursprünglich geplant? Weil ihr mal wieder nicht an euch halten konntet und hiervon noch eine Prise und etwas von dem hier noch zugeben musstet – weil euch irgendwie so schien, als würde das alles ganz gut zusammen harmonieren? Falls ihr das kennt, dann seid willkommen im Club – so geht es mir regelmäßig. Heute ist genau diese Situation wieder eingetreten: Eigentlich wollte ich die Kurkuma-Paste nach dem Rezept von Vegana (übrigens ein sehr interessanter und kreativer Blog über die vegane Küche – reinschauen lohnt sich!) ausprobieren. Nur irgendwie habe ich mich beim Herstellungsprozess dann dabei erwischt, dass ich aus der Grundlage durch Hinzufügen von vielen weiteren Zutaten am Ende etwas anderes kreiert hatte. Auf jeden Fall keine Kurkuma-Paste, die als Grundlage für ein gleichnamiges Pflanzenmilchgetränk verwendet werden könnte. …

Veganer Mozzarella

Ich habe mich wieder an einer veganen Käse-Alternative versucht. Obwohl ich das Wort Alternative irgendwie nicht mag – das hört sich gerade so an, als bräuchten Veganer*innen Ersatz für heiß geliebte und schmerzlich vermisste Produkte, weil die Nahrungsmittelauswahl durch den allgegenwärtigen Verzicht so sehr eingeschränkt sei. Dass dem nicht so ist, wissen wir. Weniger Informierten könnte der Begriff Alternative aber eben genau das suggerieren. Ich möchte das Lebensmittel, das ich euch jetzt präsentiere, daher nicht als Stellvertreter für ein konventionelles Milchprodukt, sondern als eigenständiges, wegen seines eigenen Geschmacks wertgeschätztes Produkt verstanden wissen. Leider habe ich keinen passenden Namen parat, der es ohne Verweis auf das „Original“ angemessen beschreibt – daher nehme ich (etwas zähneknirschend) mit der wenig kreativen Bezeichnung Veganer Mozzarella vorlieb.* * Vielleicht habt ihr eine tolle Idee für einen Namen?