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Raw vegan double layer cake

Ist das nicht ein feiner Titel? Auf Englisch hört sich alles gleich viel spannender und appetitanregender an. Anglizismen voran also – und eingeläutet die Serie der besonders cleanen und irgendwie auch schon rohen Rezepte auf diesem Blog. Eigentlich – also wirklich: eigentlich! – hatte ich ja etwas ganz anderes backen wollen. Der ursprüngliche Plan beim Betreten meiner Küche sah vor, einen Rohkost-Cheesecake zu backen. Das ist aber irgendwie nicht so ganz dem Ergebnis entsprechend. Oder umgekehrt: Das Ergebnis entspricht nicht dem Plan. Wie auch immer – herausgekommen ist ein mindestens ebenso leckerer, unglaublich schöner (wie ich, ohne mir mental auf die Schulter klopfen zu wollen, finde) Rohkostkuchen, der schnell gemacht und randvoll mit guten Zutaten ist. Was ich beispielsweise an Rohkostkuchen liebe (so wenige ich bisher davon selbst kreiert habe – da dürft ihr euch auf weitere Experimente freuen, denn ich habe unglaublichen Spaß dabei, diese Farbfeuerwerke zu gestalten) ist, dass sie ohne Mehl und Zucker auskommen. Und nach Belieben vielerlei verschiedene Früchte, Samen und Nüsse darin verarbeitet werden können. Es gibt bei der Gestaltung von …

Mittelalter in vegan: Kleine Dattel-Torte

Obgleich das Mittelalter viele Gerichte kennt, die wenig süß bis (für heutige Gaumen) nahezu ohne identifizierbaren Geschmack sind, finden wir in den Rezeptsammlungen ebenfalls herrlich süße Kreationen für Pasteten, Desserts – und Torten. Obwohl der mittelalterliche Monat eigentlich schon vorbei ist, habe ich noch ein Rezept für euch zu diesem Thema in petto, das ich nicht vorenthalten möchte: eine Datteltorte! Datteln gehören zu den Früchten, die das europäische Mittelalter dem kulinarischen Einfluss aus dem Orient verdankt. Als ich das Rezept für die kleine Datteltorte hier entdeckt habe, konnte ich gar nicht anders, als sie umgehend zu backen. Obwohl ich normalerweise nicht gerne Torten herstelle geschweige denn selbst esse, hat mich diese hier vor allem aufgrund ihrer fehlenden Sahneschicht überzeugt. Denn diese kalorienbombigen Zutaten konventioneller Torten mag ich nicht besonders gerne haben und mache daher stets einen großen Bogen um Backwerke mit diesen Inhaltsstoffen. (Abgesehen davon sind diese Zutaten denkbar ungeeignet für eine Ernährung, die sich am Clean Eating orientiert.) Da dieses Dattelkunstwerk nun aber gerade ohne böse Sahnetoppings, Puddingfüllungen und Ähnlichem auskommt, ist sie ein perfekter …

Mittelalter in vegan: Nervenkekse nach Hildegard von Bingen

Ui – ein langer Titel für eigentlich kleine und unscheinbar wirkende Kekschen. Doch der Schein trügt: Wie allem, was die Heilige Hildegard von Bingen entwickelt hat, liegt auch diesen Nervenkeksen eine tiefere Bedeutung inne. Über das Leben und Wirken dieser bewundernswerten Frau habe ich bereits geschrieben – und auch, dass Dinkel ihrer Ansicht nach ein sehr wertvolles Korn ist, das es möglichst umfassend in die eigene Ernährung einzubinden gilt. Da wird auch bei den kleinen Leckerchen zwischendurch keine Ausnahme gemacht – und so verwundert es nicht, dass die von ihr entwickelten Kekse auf einer Dinkelmehl-Grundlage basieren. Warum Nervenkekse? Die Antwort ist so simpel wie naheliegend: Weil die knusprigen Cookies dazu gedacht sind, überstrapazierte Nervenkostüme zu beruhigen. Die Wirkung der Nervenkekse speist sich – so die Heilige Hildegard – aus ihrer starken Gewürzkomponente. Und in der Tat werden hier Nelke, Zimt und Muskat in für den modernen Geschmack unerhörten Mengen verarbeitet. Ich muss gestehen, dass ich bei der Zubereitung zunächst gezögert habe, ob ich wirklich so viel von jedem der Gewürze in den Teig hineingeben soll. Doch …

Mittelalter in vegan: Habermus nach Hildegard von Bingen

Wo von Mittelalter und Ernährung die Rede ist, darf sie nicht fehlen: Hildegard von Bingen. Eine heilige, idealisierte Frauenfigur, Ernährungsexpertin ihrer Zeit und Einflussnehmerin bis heute. Wer war Hildegard von Bingen? Hildegard von Bingen war eine bedeutende Persönlichkeit des Mittelalters – und eine der wenigen Frauen, die allgemeine Anerkennung und weitreichenden Einfluss genossen. Sie gehörte einem heute nahezu verschwundenen Menschentypus an: den Universalgelehrten. Sie lebte  von 1098 bis 1179, war eine der wichtigsten Autoritäten in den Bereichen der Kirchenlehre und gilt als Begründerin der deutschen Mystik. Neben ihrer religiösen Haupttätigkeit interessierten sie viele weitere Themenfelder, weshalb sie sich unter anderem mit Ethik, Medizin, Musik und Kosmologie beschäftigte. Und mit der menschlichen Ernährung. Als eine der ersten Personen vertrat Hildegard von Bingen die These, dass äußere Schönheit von innen komme – und damit wesentlich mit gesunder Ernährung in Verbindung stünde: „Wenn nämlich ein Mensch an allerlei Mühsal, Angst und Folgen von vielerlei Speisen und Getränken leidet, so dass sich durch ungeeignete Speisen und Getränke verkehrte Schlackenstoffe angesammelt haben, dann kommt die erschütterte und ermüdete Seele zum Erliegen.“ Damit …

Glutenfreie Muffins á la Torta Caprese

Torta Caprese ist ein klassischer Schokoladenkuchen aus dem Mittelmeerraum. Mit ganz viel Zartbitterschokolade und einer guten Portion Gewürz ist er einer der perfekten Kandidaten für einen kuscheligen Winterabend. Doch manchmal ist die handliche Form von Muffins einfach praktischer.  Zum Beispiel, wenn man für eine Feier oder einen Kuchen-Verkauf backt. Da sind Kuchen und Torten sehr arbeitsaufwändig – sie müssen erst einmal auf eine schnittfeste Unterlage gebracht werden (Achtung, Sturzgefahr!), man darf das Schneidewerkzeug nicht vergessen, man muss nachher an die eben erwähnte Unterlage denken, damit sie nicht in den Fundus der nicht abgeholten Gegenstände in irgendeinen Keller wandert… Muffins sind da viel unkomplizierter. Gebacken, handlich, praktisch. Vor allem, wenn man keine Papier-Förmchen, sondern wiederverwendbare Formen nutzt. Neben dem so vermiedenen Teig-am-Papier-Festkleben kommt das dann auch der Umwelt zugute. Backen macht Freu(n)de Ich liebe es, für andere Menschen zu backen. Es gibt nichts Schöneres, als jemanden zu begegnen, der freudig in dein Backwerk beißt und es sich genüsslich auf der Zunge zergehen lässt. „Essen macht Freu(n)de“ – das ist nicht nur so eine dahergesagte Floskel, sondern Realität. Und ein noch schöneres …

Marzipan-Mohn-Kuchen

Jetzt in der Weihnachtszeit gibt es nichts Schöneres, als nach einer anstrengenden Woche einen gemütlichen Backtag einzulegen. Stundenlang wird dann in der Küche Grünzeugs experimentiert und abgeschätzt, verworfen, ergänzt und genascht (natürlich muss direkt danach die obligatorische Sporteinheit eingelegt werden). Und was gibt es, das besser zur Vorweihnachtszeit passt, als ein würzig-fruchtiger Kuchen? Mr. Grünzeug und mein Blog Heute muss ich dazu allerdings noch einige Vorbemerkungen machen. Und zwar geht es um die Rolle von Mr. Grünzeug. Diese ist für die Existenz und Kreativität dieses Blogs nicht zu unterschätzen. Was leistet Mr. Grünzeug für diesen Blog? Zunächst war seine Beteiligung eher passiv-zurückhaltend: „Ja, ein Blog ist eine schöne Sache und solange du Spaß daran hast – warum nicht?“ In letzter Zeit rückt er allerdings vor allem beim Rezepte-Kreieren immer mehr in den Vordergrund. Denn ihr müsst wissen: Mr. Grünzeug ist ein echter Gourmet. Was er alles aus den kompliziertesten Gerichten herausschmeckt, ist eine beinahe göttliche Segnung für mich und meine veganen Koch- und Backexperimente. Denn sämtliche Werke auf Mehr als Grünzeug müssen erst durch die Mr.-Grünzeug-Prüfung und …

Quitten-Mandarinen-Obstsalat

Manchmal brauche ich auch zum Mittag etwas Fruchtig-Süßes – völlig unabhängig davon, ob ich am Morgen bereits einen tollen Grießbrei mit Früchten gegessen habe. Manchmal hat man Tage – besonders, wenn draußen mal wieder alles grau und von Nieselregen dominiert ist -, da möchte man eigentlich nur naschen. Und da wir uns ja alle diszipliniert vor dem Schokoladenregal zurückhalten (müssen), mache ich mir für solche Gelegenheiten gerne einen Obstsalat. Denn er vereint gleich drei für diese Situation unschlagbare Vorteile in sich: Er ist sehr gesund. Er schmeckt schön süßlich. Er macht lange satt. Dieses Mal habe ich lauter saisonale Zutaten, die ich in meinem Kühlschrank finden konnte, zu einem lecker-herbstlichen Salat kombiniert. Das Rezept Dieser Obstsalat hat es definitiv auf die Obstsalat-Favoritenliste für den Herbst geschafft. Allein die herrliche Zimtnote in Kombination mit der Quitte reicht schon aus, um das optimale Wohlgefühl bei mir hervorzurufen. P.S.: Falls ihr Zeit und Muße habt, könnt ihr natürlich die Cashew-Kerne vor dem Servieren kurz ohne Öl in einer beschichteten Pfanne anrösten – das verleiht dem Salat gleich eine besonders tolle, nussige Extra-Note. …

Orientalisches Hirse-Frühstück

Es ist Wochenende und ich habe mir dementsprechend – wie es viele von euch wahrscheinlich von sich ebenso kennen – viel Zeit für das Frühstück genommen. Das Wochenende ist meist die Zeit, in der ich neue Frühstücks-Ideen in aller Ruhe in die Tat umsetzen und für mich geschmacklich bewerten sowie – falls ich sie wirklich gut finde – anschließend mit euch teilen kann. Und hier habe ich nun wieder ein solches Rezept – einen orientalisch angehauchten Frühstücksbrei. Warum „orientalisch angehaucht„? – Nun, in mir wecken sowohl das Kokoswasser, das als flüssige Basis verwendet wird, als auch die Kombination von Kaki, Kurkuma und Zimt zusammen irgendwie morgenländisches Frühstücks-Feeling. Und der Kurkuma, der wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften eigentlich hierzulande viel häufiger auf den Tisch kommen sollte, verleiht dem normalerweise eher farblos bis leicht bräunlichem Brei eine schöne, fröhliche und goldene Note – als ob die Sonne in der Frühstücksschale aufginge. Das Rezept Kokoswasser ist eine Zutat, die ich relativ neu für mich entdeckt habe (an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an mezzo von do the simple shit!) …

Frühstücks-Cookies

Direkt nach dem Aufstehen – das Frühstück ist klein, handlich, griffbereit, gesund, lecker und vor allem: fertig. Besonders, wenn man wenig Zeit hat (unter der Woche für die meisten von uns sicherlich ein chronisches Problem) muss das erste Mahl des Tages manchmal sogar ausfallen. Doch das muss nicht sein. Neben der tollen Möglichkeit, Overnight-Oats bereits am Vorabend vorzubereiten, sodass sie am nächsten Morgen verzehrbereit im Kühlschrank auf euch warten, gibt es für die ganz Süßen unter euch noch eine weitere Möglichkeit, die ich ausprobiert habe und euch heute vorstellen möchte: Frühstücks-Cookies. Ich muss zugeben: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in die Situation gelangen würde, ein Frühstücks-Cookie-Rezept zu veröffentlichen. Denn bisher haben mich Kekse direkt nach dem Aufstehen eher weniger gereizt (genauso wie Kuchen). Doch als ich heute in der Küche stand und einen leicht variieren, aber schon oft gemachten Keksteig zusammenrührte, da schoss mir beim Naschen der Gedanke durch den Kopf, dass dieser nun wirklich perfekt für Frühstücks-Cookies sei. Das Rezept Diese Cookies sind gewissermaßen Müsli im Keksformat. Durch das vollwertige Dinkelmehl machen sie lange satt, …

Quitten-Amaranth-Frühstück

Es gibt einige Menschen, die keine unverarbeiteten Quitten vertragen – nach vielfältigen Experimenten kann ich beruhigt sagen: Ich gehöre nicht dazu. Denn sonst würde mir der herrlich frische Geschmack, der mit keiner anderen Frucht vergleichbar ist, entgehen und ich hätte keine Gelegenheit, dieses tolle Frühstück (oder wahlweise auch Dessert) zu genießen. Die Inspiration habe ich mir von Attila geholt – ich habe ja bereits vor einiger Zeit den Amaranth-Joghurt-Pop aus dem Buch Vegan for Starters ausprobiert (wenn auch in einer von mir abgewandelten Variante) und war gleich sehr, sehr angetan davon. Die Idee, dieses Grundrezept mit Quitten zu kombinieren, kam mir, als ich eine undefinierbare Lust auf Amaranth verspürte und gleichzeitig die goldgelbe Frucht im Kühlschrank gewahrte. Das Ergebnis war so lecker, dass ich in der Uni nach der Schlemmerei ganz betrübt vor dem leeren Glas saß und mir sehnlichst gewünscht habe, dass sich doch mehr von dem leckeren Frucht-Amaranth-Joghurt darin befände. Das Rezept Wie gesagt: Es hat so lecker geschmeckt, dass ich mir gewünscht hätte, die Portion wäre größer gewesen. Wenn ihr also Quitten roh gut vertragt, empfehle …